Bürgermeister Fleischl: Wasser und Kanal werden Themen. Der Straninger Bürgermeister Andreas Fleischl sprach mit der NÖN über anstehende Projekte für das Jahr 2021.

Von Sebastian Dangl. Erstellt am 05. März 2021 (04:18)
Bürgermeister Andreas Fleischl hofft ein erfolgreiches 2021 für die Gemeinde Straning-Grafenberg.
Gemeinde Straning

Recht ruhig ging es im Vorjahr in Straning-Grafenberg zu. Das soll heuer geändert werden. Bürgermeister Andreas Fleischl sprach mit der NÖN über die Vorhaben für das neue Jahr.

NÖN: Wie sieht ihr Resümee für das Jahr 2020 aus?

Andreas Fleischl: Der Beginn war eigentlich recht gut mit der Gemeinderatswahl. Wir konnten mit der ÖVP gleich drei Mandate dazugewinnen. Leider kam dann rasch Corona und machte den Start in die neue Periode schwierig. Es war ganz sicher nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe. Die Einarbeitungsphase musste mehr oder weniger ausfallen. Die Arbeit wurde generell zeitaufwendiger. Extrem gelitten hat auch das ganze Gesellschaftliche, aber man muss das beste daraus machen. Ich hätte auch nicht gedacht, dass es so lange dauern würde. Im Sommer konnte man zumindest etwas durchschnaufen.

Konnten Sie alle vorgenommenen Projekte durchbringen?

Fleischl: Wir hatten 2020 eigentlich eh weniger am Programm. Abgeschlossen haben wir im Vorjahr den digitalen Leitungskataster. Verwirklichen konnten wir zudem den Kinderspielplatz im Pfarrgarten. Den konnten wir im letzten Frühjahr zügig fertigstellen. Viel Schule war ja im Frühjahr 2020 nicht, aber rechtzeitig mit der Wiedereröffnung im Mai konnten wir die Arbeiten abschließen. Wir können eigentlich trotz Corona recht zufrieden sein.

Welche Projekte stehen jetzt 2021 an?

Fleischl: Wir haben für heuer wieder ein Projekt für die Wasserversorgung geplant. Mit dem Wasser haben wir jetzt schon seit gut 15 Jahren Probleme. Bisher haben sich Etzmansdorf und Straning die Versorgung geteilt, was öfters zu Problemen führte. Wir wollen jetzt eine direkte Versorgung für Straning, die von Etzmannsdorf unabhängig ist. Dafür werden wir eine neue 300 bis 400 Meter lange Leitung verlegen. Das nehmen wir heuer ab Sommer in Angriff. Beim Kanal stehen auch größere Arbeiten über die nächsten zwei Jahre an. So wollen wir beispielsweise Regen- und Schmutzwasser trennen. Ein weiteres Projekt in unserer Gemeinde wird ein neues Dorfgemeinschaftshaus in Wartberg sein. Ich hoffe, dass sich das auch noch mit der Finanzierung ausgeht. Es wird sicher nicht einfach. Wir brauchen da Unterstützung vom Land.

Gibt es weitere Herausforderunge in naher Zukunft?

Fleischl: Wir steigen mit Wartberg wieder in das Projekt Dorferneuerung des Landes NÖ ein. Die Region Mannhartsberg will eine familienfreundliche Region werden. Da sind wir auch dabei und werden das Vorhaben so gut es geht unterstützen. Wir wollen dafür auch auf eine starke Einbindung der Bevölkerung setzen. Im Endstadium sind wir jetzt bei der Änderung des Flächenwidmungsplans. Es war die erste größere Änderung seit 25 Jahren, die schwieriger und zeitaufwendiger war als anfangs gedacht. Nicht viele Menschen wollen gerade Boden hergeben, den man zu Bauland umwidmen kann. Ein bisschen was haben wir aber doch geschafft.

Immer mehr Gemeinden bieten Teststraßen an. Würden Sie sich auch in ihrer Gemeinde so eine wünschen?

Fleischl: Ich glaube nicht, dass eine Teststraße bei uns wirklich notwendig ist. Wir liegen in der Nähe von Eggenburg und haben auch nur etwa 700 Einwohner in der Gemeinde. Ich hoffe eher, dass jetzt so langsam mehr geimpft als getestet wird. Ein Wundermittel ist das Testen ja jetzt auch nicht.

Wie läuft es mit der Anmeldung zur Impfung in Ihrer Gemeinde?

Fleischl: Registriert sind bei uns schon einige. Auch geimpft sind tatsächlich schon ein paar. Unser Gemeindearzt Gerald Wunderer hat letzen Mittwoch bereits mit dem Impfen begonnen. Natürlich müssen da bald noch viel mehr Menschen folgen. Die Registrierung war auch nicht gerade einfach, muss man dazu sagen, gerade für die älteren Gemeindebürger ohne Internet oder Kinder. Denen helfen wir, indem wir sie hier auf der Gemeinde anmelden.

Kann man auch etwas Positives aus der Krise mitnehmen?

Fleischl: Das Leben ist vielleicht etwas ruhiger geworden und nicht mehr so hektisch. Ein bisschen mehr Zeit ist jetzt auch für die Familie da.