Streusalz killte Bäume in der Raabser Straße

Erstellt am 16. November 2011 | 00:00
Lesezeit: 2 Min
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Web-Artikel 17821
Foto: NOEN
KEINE CHANCE / Knapp zwei Jahre lang existierte das „grüne Tor“ an der nördlichen Stadteinfahrt – jetzt herrscht wieder Leere.
VON MARTIN KALCHHAUSER

HORN / Nur knapp zwei Jahre lang lebten die im Vorfeld der Landesausstellung 2009 gesetzten Bäume in der Raabser Straße. Jetzt ist die Allee wieder weg.

4500 Euro kosteten die 50 Bäume, die Ende Oktober 2008 in der Raabser Straße (B 4) am nördlichen Ende des Stadtgebietes beidseits der Straße gesetzt wurden. Die Allee sollte, so die Argumentation damals, die aus dem Norden kommenden Autofahrer bremsen. Bezahlt wurden die bei einem örtlichen Gärtner erworbenen Baumhaseln aus dem Budget der Dorferneuerungsaktion der Stadtgemeinde.

„Baumhaseln wurden deshalb gewählt, weil sie besonders salzresistent sind“, berichtete die NÖN damals. Jetzt sind alle weg. Während einige Horner vermuteten, die Pflege durch den Bauhof habe versagt, ist der Grund dafür, dass sie das Streusalz einfach nicht vertragen haben.

„Sie waren alle kaputt, fast schon eine Schande“, begründet Herbert Peel, Leiter der Straßenmeisterei Horn, auf Anfrage der NÖN die vor kurzem erfolgte Entfernung aller 50 Baumhaseln. Das Streusalz habe den Bäumen einfach zu sehr zugesetzt. „Der Gärtner hat uns damals versprochen, dass sie das Salz aushalten. Das war aber nicht richtig.“ Zuerst wollte man sie schon im Herbst 2010 entfernen. Über den Sommer hatten sie jedoch noch eine letzte Chance bekommen, sich wieder zu erholen. Leider konnten sie diese nicht nützen.

Auf die Frage, ob es geplant sei, eine Ersatzpflanzung vorzunehmen, kommt ein eindeutiges Nein. Man habe aus den Erfahrungen – nicht nur hier in Horn – die Lehren gezogen. „Wir setzen zurzeit an Salzstreustrecken überhaupt keine Bäume.“