Startschuss für Errichtung der Wasserversorgung. Drei Jahre plante man das Zwei-Millionen-Euro-Projekt, jetzt beging man mit der Verlegung der 3.900 Meter langen Transportleitung.

Von Eduard Reininger. Erstellt am 21. September 2020 (17:11)
Landesrat Ludwig Schleritzko ließ sich von Bürgermeisterin Gabriele Kernstock (v.l.) über den Baubeginn zur Errichtung der Wasserversorgungsanlage der Gemeinden Grünberg, Poigen und Strögen informieren.
Eduard Reininger

„Eine funktionierende Trinkwasserversorgung ist essenziell für das Leben, das wir heute kennen“, betonte Landesrat Ludwig Schleritzko anlässlich des offiziellen Baubeginns zur Errichtung der Wasserversorgung der Katastralgemeinden Poigen, Grünberg und Strögen in St. Bernhard-Frauenhofen.

„Vielen ist die Wichtigkeit einer guten Wasserversorgung heute gar nicht mehr bewusst, denn gerade in Niederösterreich sind der einfache Zugang zu frischem Trinkwasser und die unkomplizierte Entsorgung von Abwasser zu Selbstverständlichkeiten geworden“, ergänzt er. Nach dreijähriger Planung und Vorbereitung wurde im ersten Schritt mit der Verlegung der 3.900 Meter Transportleitung begonnen.

Mit dem offiziellen Spatenstich durch Landesrat Ludwig Schleritzko und Bürgermeisterin Gabriele Kernstock (vorne, v.l.) wurde mit der Errichtung der Wasserleitung für die Gemeinden Grünberg, Poigen und Strögen im Beisein der Mandatare, Walter Popp, Josef Brandner, Martin Ledermann, Ziviltechniker Johann Steinbacher, Hannes Zeitelberger und Anton und Gerhard Surböck (v.l.) begonnen.
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„Dies erfolgt im Pflugverfahren, eine Verlegungsmethode, die durch die entstehenden geringen Flurschäden besonders umweltschonend ist“, erklärte Bürgermeisterin Gabriele Kernstock. Erst danach wird mit den Arbeiten an den Ortsnetzen Poigen und Strögen (4.700 Meter) und für die Wassergenossenschaft Kaidling (600 Meter) begonnen.

Investitionssumme: fast zwei Millionen Euro

Die Gesamtkosten betragen 1,9 Millionen. Euro. Zusätzlich zu den Leistungen für die Errichtung einer Wasserleitung wird auch die Leerverrohrung für Glasfaser mitverlegt. Die EVN nutzt die offene Künette für Kabel und Rohre.

Mit einer Drucksteigerungsanlage wird die Wassergenossenschaft Kaidling zukünftig ebenfalls mit Wasser aus der öffentlichen Leitung versorgt werden. Als voraussichtlicher Termin für die Funktionsfähigkeit der Wasserversorgungsanlage wurde von der Swietelsky AG der Herbst 2021 genannt.

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Kernstock betonte die Wichtigkeit des Trinkwassers und freute sich, dass das Kooperationsprojekt mit Bund und Land NÖ wesentlich zur Versorgungssicherheit der Bürger beitrage. Schleritzko sagte seitens des Landes jedmögliche Unterstützung zu. Die Wasserversorgungsanlage St. Bernhard-Frauenhofen werde 300 Menschen sauberes und sicheres Trinkwasser zur Verfügung stellen, berichtete Projektleiter Johann Steinbacher, Zivilingenieur für Kulturtechnik & Wasserwirtschaft.