Horner sind vorbildliche Blutspender. Trotz Corona-Einschränkungen lassen sich die Horner vom Blutspenden nicht abhalten. Die Zahlen seien gleichbleibend.

Von Kerstin Oberbauer. Erstellt am 12. August 2020 (05:05)
Josef Amon aus Breiteneich gehört zu den „Super-Spendern“ des Bezirks: Er hat 266 Mal sein Blut für andere Menschen gespendet, so auch im Vorjahr.
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Gerade in Zeiten wie diesen ist Blutspenden besonders wichtig, weshalb die NÖN „Super-Spender“ aus dem Bezirk in den Mittelpunkt rücken möchte.

Ein besonders fleißiger Spender ist Josef Amon aus Breiteneich. Er zählt mittlerweile seine 266. Spende. „Begonnen hat das Ganze eigentlich in Wien. Das Büro, in dem ich gearbeitet habe, war in der Nähe der Blutspendezentrale des Roten Kreuzes. Wenn Zeit war, bin ich dorthin gegangen“, schildert er.

„Die Spenderzahlen sind gleichbleibend, teilweise sogar leicht angestiegen. Ich glaube, dass einfach mehr Leute zuhause sind.“Franz Umfogl

Da Amon eine seltene Blutgruppe habe, wurde er nach einiger Zeit angesprochen, ob er nicht auch Blutplasma/Thrombozyten spenden möchte. Diesem Aufruf ist er gefolgt und geht seither regelmäßig Blut und Plasma spenden. „Das Blutplasma hilft vor allem Krebspatienten, – das war auch in unserer Familie schon Thema“, erklärt Josef Amon seine zahlreichen Spenden.

In der „Coronazeit“ war er bereits drei Mal Blut spenden. Unsicher habe er sich dabei nie gefühlt. Alle Vorgaben werden vorbildlich eingehalten, erzählt der „Super-Spender“.

Für ihn sei das Blutspenden eine tolle Sache: „Es tut nicht weh und es ist ein schönes Gefühl, wenn man damit jemandem helfen kann“. Zusätzlich profitiere man von den Untersuchungen, denen das Blut unterzogen wird, und könne somit den eigenen Gesundheitszustand checken lassen. „Es sollten viel mehr Leute spenden gehen“, meint Josef Amon abschließend.

„Jeder kann mal eine Blutspende brauchen“

Hermine Steiner aus Gars, mit 101 Spenden gehört auch sie zu den „Super-Spendern“, hat zum Blutspenden eine ähnliche Meinung: „Blut kann man leider nicht anders herstellen und jeder kann in die Situation kommen, eine Blutkonserve zu brauchen. Die Leute sollten immer wieder motiviert werden, zu gehen“, schildert sie.

Nach der Geburt ihrer Tochter sei sie selbst auf eine Blutspende angewiesen gewesen, was mit ein Grund sei, warum sie immer wieder an den Aktionen teilnimmt. „Ich bin gesund und vertrage es gut. Wenn ich damit helfen kann, mache ich das gerne“, erzählt sie. Ihre erste Blutspende habe Steiner mit 18 Jahren getätigt. Seither gehe sie regelmäßig zu den Aktionen und hilft auch immer wieder mit.

„Mir geht sogar etwas ab, wenn ich längere Zeit nicht gehe“, lacht Steiner. Auch in ihrer Familie gäbe es motivierte Spender. So seien auch ihr Gatte, er spendete bereits 98 Mal, und ihr Schwiegersohn meist mit von der Partie. Über das Spenden in Zeiten von Corona erzählt Steiner, dass es nicht mehr so persönlich sei.

„Früher hat man beim Essen danach Schmäh geführt und viel geredet, das geht zur Zeit nicht“, erklärt sie. Als Mitarbeiterin habe sie den Eindruck, dass die Spenderanzahl ziemlich gleich geblieben ist. Regelmäßige Blutspender ließen sich von der aktuellen Situation nicht abhalten, zudem werde sehr gut auf alle Regeln geachtet.

Franz Umfogl arbeitet ehrenamtlich beim Roten Kreuz und organisiert seit 33 Jahren zahlreiche Blutspendeaktionen im Bezirk. Dabei kümmert er sich sowohl um die Vor- als auch die Nachbereitung.

„Die Blutspendetermine konnten heuer alle eingehalten werden. Teilweise mussten wir uns lediglich andere Örtlichkeiten suchen, um alle Corona-Maßnahmen erfüllen zu können“, erzählt Umfogl. Personal wie Spender müssen einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Zusätzlich werde vor der Spende Fieber gemessen und regelmäßig desinfiziert.

Einen weiteren Unterschied gäbe es nach der Spende: „Es gibt im Moment keine Ausspeisung. Es stehen lediglich Getränke und Süßigkeiten zur Verfügung, damit das Gelände auf schnellstem Weg wieder verlassen wird.“ Die Spenderzahlen empfindet Umfogl als gleichbleibend bis leicht ansteigend.

Dies könne den Grund haben, dass mehr Leute als sonst im Sommer zu Hause sind. Angst haben die Leute auch nicht: „Zu Beginn haben uns einige Fragen erreicht, ob das Virus über das Blut übertragen werden könne. Nach einer Aufklärung und guter Einhaltung der Regeln kommen die Leute trotzdem.“

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