Strom für 750 Haushalte in Klein-Meiseldorf. Die neue Photovoltaik-Anlage in Klein-Meiseldorf ist endgültig fertig gestellt. Mit einer Modulfläche von knapp 8.500 m 2 ist sie eine der größten der Region.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 14. Mai 2021 (04:48)
Bei der inoffiziellen Eröffnung der Anlage in Meiseldorf: Gerald Gruber (10hoch4), Bürgermeister Niko Reisel, Herbert Brandner (Wien-Energie) und Umweltgemeinderat Josef Neunteufl (von links).
privat, privat

In Klein-Meiseldorf wurde ein ehrgeiziges Energie-Projekt fertiggestellt: Die neue Photovoltaikanlage am ehemaligen Steinbruch-Areal liefert künftig Strom für rund 750 Haushalte in der Region.

Die Errichtung der Anlage, die eine Leistung von knapp 1.700 Kilowattpeak hat, ist für die Gemeinde Meiseldorf laut Bürgermeister Niko Reisel ein weiterer Schritt in den Bemühungen, einen Beitrag zur Energiewende zu leisten. Errichtet wurde die Anlage seit August des Vorjahres (die NÖN berichtete) und ist mit einer Modulfläche von knapp 8.500 m 2 eine der größten PV-Anlagen nördlich der Donau. Die Planungen für das Projekt, das rund 2 Mio. Euro kostet, wurden schon vor mehreren Jahren im Zuge des Ziels Reisels, die Gemeinde Meiseldorf mit CO 2 -neutraler Energie zu versorgen, gestartet.

Anlage soll 650 Tonnen CO 2 einsparen helfen

Umgesetzt wurde das Projekt mit der Firma 10hoch4 Energiesysteme GmbH und der Wien Energie. Die Wien Energie ist der größte Photovoltaik-Betreiber in Österreich und will in den nächsten zehn Jahren rund 500 Mio. Euro in Solarkraftwerke investieren. Jedes einzelne Photovoltaik-Projekt zähle, um die Energiewende zu schaffen. Das Projekt in Klein-Meiseldorf sei darüber hinaus ein Paradebeispiel für bundesländerübergreifende Kooperation für den Klimaschutz – gerade in herausfordernden Zeiten wie diesen sei dies beachtenswert.

Da die Klimaziele alleine mit Aufdach-Anlagen nicht zu schaffen seien, sei es wichtig, auch naturverträgliche Freiflächenanlagen wie in Klein-Meiseldorf zu bauen, sagt Reisel. Als Standort für die Anlage wurde das Areal beim ehemaligen Steinbruch gewählt, weil es durch die Ausrichtung nach Süden und die Hanglage für dieses Projekt ideal gewesen sei. Zudem sei das Areal aufgrund seiner Bodenbeschaffenheit weder als Bauland noch als Agrarfläche geeignet, wodurch die Sonderwidmung „PV-Freifläche“ möglich war. Insgesamt wurden 5.000 Module auf einer Fläche von 14.000 m 2 errichtet. Mit dieser Anlage sollen jährlich 640 Tonnen CO 2 eingespart werden.

In der Gemeinde Meiseldorf ist dieses PV-Projekt nicht das einzige. Es wurden in der jüngsten Vergangenheit auch PV-Aufdachanlagen mit Bürgerbeteiligung – etwa am Sportplatz, am Kulturstadl in Stockern oder am Dorfzentrum – verwirklicht.