Großer Zuspruch fürs Horner Stadt-Kino. NÖN-Leser unterstreichen den Wert der Institution: Das freut Silvia Meingast sehr.

Von Karin Widhalm. Erstellt am 12. Mai 2020 (15:56)
Der Erhalt des Stadt-Kinos liegt vielen am Herzen, wie viele Zuschriften an die Betreiber und ein Leserbrief an die NÖN zeigen.
Roman Zöchlinger

Kommt eine zweite Coronawelle, wird das das Stadt-Kino nicht bewältigen: Das sagte Silvia Meingast in der vorigen NÖN-Ausgabe – und das hat Wellen geschlagen. „Vielen Dank für die zahlreichen aufmunternden Zuschriften, die uns in den letzten Tagen erreicht haben – nicht zuletzt durch einen Bericht in der NÖN“, schreibt die Familie in einem Newsletter, den sie in der Vorwoche ausgeschickt hatte.

Sie drehen sich darum, dass das Stadt-Kino erhalten werden müsse, da es „ein wichtiger Fixpunkt im Waldviertel“ sei, liest Silvia Meingast aus einer Meldung. „Ja kein Aus für das Stadt-Kino“, lautete eine andere Zusendung. „Es ist für mich eine Freude, eine halbe Stunde nach Horn zu fahren“, werde das anspruchsvolle Programm geschätzt.

Bestürzt war ein weiterer Leser, den seine Mutter schon ins Horner Stadt-Kino mitgenommen hat, sich später in Filme mit „Jugendverbot“ geschummelt hat und sich noch an den Balkon erinnern kann, der später dem zweiten Saal gewichen ist.„Es kommen ununterbrochen Meldungen herein: Das hat uns schon sehr gefreut“, erzählt Meingast.

Sie hat die Hoffnung, dass möglicherweise eine Öffnung der Kinos schon am 1. August möglich sein kann, derzeit steht der 1. September im Raum. Das zweite Ansuchen ihres Sohnes beim Härtefallfonds ist indes abgewiesen worden, „weil mein Sohn unselbstständig arbeiten geht“, berichtet Silvia Meingast. Ihr Sohn Winfried ist Geschäftsführer des Kinos, das auf eine lange Geschichte zurückblickt. „Ich finde das ungerecht. Ich weiß von Kollegen, dass sie etwas bekommen haben, er schaut durch die Finger.“