Rotkreuz-Mitarbeiter: „Sind an vorderster Front“. Damit Menschen mit Verdacht auf Covid-19 nicht in die Krankenhäuser gefahren und dort getestet werden müssen, sind mobile Teams des Roten Kreuzes unterwegs.

Von Markus Füxl und Christine Haiderer. Erstellt am 02. April 2020 (06:02)
Martin Mayerhofer (links) und Lukas Weber gehören zum Einsatzteam des Zwettler Roten Kreuzes, das aktuell unterwegs ist und Menschen auf das Coronavirus testet.
Rotes Kreuz

Eine wichtige Aufgabe erfüllen aktuell Martin Mayerhofer vom Zwettler Roten Kreuz sowie Fabian Pruckner vom Roten Kreuz Waidhofen: Sie gehören zu den Einsatzteams, die Verdachtsfälle auf das Coronavirus testen. „Man ist an vorderster Front. Es ist aber eine schöne Arbeit, wenn man Leuten helfen kann – vor allem in einer Zeit, in der so viel Ungewissheit herrscht“, sagt Mayerhofer.

Aktuell bis zu 20 Tests pro Tag

Gemeinsam mit dem hauptberuflichen Rettungssanitäter sind noch sechs weitere Einsatzkräfte des Roten Kreuzes unterwegs. Unter der Woche fahren meist die Mitarbeiter der Zwettler Bezirksstelle, an den Wochenenden jene aus Allentsteig. Aktuell werden so zehn bis zwanzig Tests pro Tag im Bezirk Zwettl durchgeführt.

Auf die Frage, warum er sich freiwillig gemeldet hat, erklärt Fabian Pruckner: „Für mich als freiwilliger Mitarbeiter war es von Anfang an klar, mich dieser neuen Herausforderung zu stellen. Außerdem kann ich mit den Abnahmen zu einer Minimierung der Ausbreitung, aber auch zu einer gewissen Aufklärung zu diesem Thema beitragen.“

Test nur in kompletter Schutzkleidung

Bevor die Einsatzkräfte zu den Personen fahren, die getestet werden, rufen sie dort kurz an. „Ich ziehe mir dann die Schutzausrüstung an. Dazu gehört ein Schutzmantel, Handschuhe, eine Schutzbrille und Maske“, erklärt Mayerhofer. Pruckner ergänzt: „Bevor ich die Dienststelle verlasse, stelle ich sicher, dass genügend Schutzausrüstung und Probenmaterial vorhanden sind. Für jeden Auftrag steht im Leitstellensystem ein druckbarer Probenbegleitschein zur Verfügung.“

Testungen nicht direkt im Haus

Die Leute treten dann kurz vor die Haustüre, in die Wohnungen selbst gehen die Einsatzkräfte des Roten Kreuzes nicht. „Dann nehmen wir mit einem Wattestäbchen einen Nasenabstrich“, sagt Mayerhofer. Der wird in ein Proberöhrchen verschlossen und kommt ins Labor nach St. Pölten.