Falco bleibt weiter in Erinnerung

Interessante und ausführliche Ausstellung über den Künstler und seine Zeit in Gars im Zeitbrücke-Museum zu sehen.

Georgia Kazantzidu Erstellt am 13. Juli 2021 | 10:08
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Bei der Eröffnung der Falco-Ausstellung: Zdenek Horvath (Ballettänzer des Nationaltheaters Prag, Choreograph und DJ Darkdancer), Anton Mück (Leiter Museum Horn), Karl Denk (Zeitzeuge und Museumsverein), Rudolf Winglhofer (Gestalter und Koordinator der Ausstellung), Josef Galbrunner (Zeitzeuge), Leopold Denk (Zeitzeuge), Anton Ehrenberger (Obmann Zeitbrücke-Museum) und Johann Ehrenberger (Zeitzeuge, von links) mit „Der Kommissar“-Statue.
Foto: Georgia Kazantzidu

Hans Hölzel, besser bekannt – und unvergessen – als Falco, ist eine Ausstellung im Garser Zeitbrücke-Museum gewidmet, die nicht nur Falco-Fans interessieren wird, sondern auch jene Garser, die den exzentrischen Musiker in Gars, wo er ein Haus besaß, erlebt haben.

Museumsleiter Anton Ehrenberger stieß im Jahre 2018 zufällig durch einen Zeitungsbericht auf die Fotoausstellung des Theatermuseums Hannover mit dem Titel „Falco in Gars“. Er kontaktierte den dortigen Direktor, um Synergien bezüglich einer Fotoausstellung in Gars zu nützen. Mit Unterstützung seitens der Marktgemeinde Gars wurden die ca. 40 großformatigen Fotografien des Wiener Fotografen Niko Havranek samt Fotorechten angekauft.

Interaktive Schau. In weiterer Folge entstand daraus die Idee, eine interaktive Ausstellung auf 60 m² Fläche zu gestalten, deren Planung und Durchführung größtenteils von Rudolf Winglhofer jun. stammt. „Ich wollte nicht nur eine reine Fotoausstellung gestalten, sondern das Ganze informativ und spannend aufbereiten mit Einblicken in sein Privatleben. Daher sind auch QR-Codes angebracht, die den Gast zu weiterführenden Informationen leiten“, so Wingl hofer, der mit Ehrenberger und dem Stiftungsbeirat der „Falco Stiftung“, Wolfgang Kosmata, zusammengearbeitet hat, um diese einzigartige Schau „Falco in Gars“ zu gestalten.

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In der interessanten Schau sind auch einige der Auszeichnungen, die Falco erhalten hat, zu sehen.
Georgia Kazantzidu

Viele Unterstützer, Wegbegleiter, Museumsvereinsmitglieder, der Verein „Falcoheaven“ und auch Sponsoren haben dazu beigetragen. Zahlreiche Garser Zeitzeugen wurden interviewt, die über Begegnungen und Begebenheiten mit Falco berichteten. Auch der Zugang zur „Falco Villa“ ermöglichte viele Einblicke in das Leben und Wirken des weltberühmten Künstlers.

200 Arbeitsstunden. Durch die mühevolle Arbeit, die bereits im September 2020 begonnen hatte und 200 Arbeitsstunden umfasste, entstanden auch eine DVD und ein Begleitheft. Bürgermeister Martin Falk dankte dem Museums-Team für das außergewöhnliche Engagement, vor allem Winglhofer, der mit unermüdlicher Arbeit die Sonderausstellung ermöglicht hat. Falks Bitte: „Halten wir Hansi Hölzl in guter Erinnerung!“

Neben reichlichem Fotomaterial zeigt die Ausstellung unter der Nutzung von Sicherheitsvorkehrungen diverse Exponate, Kostüme und Auszeichnungen wie „Bambi“, „Goldene Europa“, „BRAVO Otto“ oder die „Goldene Schallplatte“ für „Der Kommissar“, die seitens der „Falco Stiftung“ zur Verfügung gestellt wurden. Auch ein blaues Sakko, in dem Falco bei seinem Konzert in Frankfurt am Main im Jahr 1986 auftrat.

Sehens- und hörenswert. Ein Konzertmitschnitt zeigt ihn bei der Darbietung seines größten Erfolgs „Rock Me Amadeus“. Weiters sind etwa eine nachgestellte Szenerie des Liedes „Jeanny“, Artifakte aus „Der Kommissar“ sowie eine Gitarre zu sehen, mit der Falco das Solo in „Out Of The Dark“ spielte.

Die eindrucksvolle Schau ist noch bis 26. September im Zeitbrücke-Museum in der Kollergasse jeweils samstags, sonn- und feiertags von 10 bis 12 und 14 bis 17 Uhr zu besichtigen.