Strafen nach Donauinselfest-Übergriffen 2017. Am Donnerstag ist am Wiener Landesgericht der Prozess um einen sexuellen Übergriff auf eine junge Studentin am Donauinselfest 2017 wiederholt worden.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 17. Januar 2019 (16:01)
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Verurteilung wegen geschlechtlicher Nötigung in zwei Fällen

Der Angeklagte - ein 20 Jahre alter Afghane, der als Lehrling in einem Restaurant beschäftigt ist - wurde wegen geschlechtlicher Nötigung in zwei Fällen zu 21 Monaten Haft, davon fünf Monate unbedingt verurteilt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Der Schöffensenat erteilte dem Burschen außerdem die Weisung, sich einer Therapie gegen sexuelle Gewalt zu unterziehen. Darüber hinaus wurde Bewährungshilfe angeordnet. Während Verteidiger Andreas Reichenbach das Urteil akzeptierte, gab Staatsanwalt Wolfram Bauer vorerst keine Erklärung ab.

In dieser Sache hatte es im Vorjahr bereits eine Verhandlung gegeben. Das damalige Urteil - Freispruch von der versuchten Vergewaltigung, 18 Monate teilbedingt wegen geschlechtlicher Nötigung - wurde vom Obersten Gerichtshof (OGH) wegen mangelnder Berücksichtigung der Aussagen der Polizisten aufgehoben, wobei das Höchst- dem Erstgericht "Aktenwidrigkeit" bescheinigte. Der OGH ordnete daher eine Neudurchführung des Verfahrens an.