Marz

Erstellt am 10. August 2018, 11:01

von Doris Fischer

Tätowierung fiel im Urlaub auf: Anklage für Marzer?. Ermittlungen Im Urlaub fiel einem Gast die einschlägige Tätowierung des Burgenländers auf und erstatte Anzeige.

Am Wörthersee fiel ein Marzer im Urlaub auf ... Foto: Symbolbild  |  ClaudiaMMImages/Shutterstock.com

Nazi-Devotionalien wurden von Ermittlern vor Kurzem im Zuge von Hausdurchsuchungen in Marz und Schattendorf gefunden. Die Hausdurchsuchungen fanden auf Anordnung der Staatsanwaltschaft statt.

Beweismaterial an Staatsanwaltschaft Kärnten übermittelt

„Es gab eine Anordnung der Staatsanwaltschaft Klagenfurt“, berichtet Staatsanwalt Johann Fuchs und ergänzt: „Wir haben Beweismaterial sichergestellt und an die Staatsanwaltschaft Kärnten übermittelt.“ Bei den Hausdurchsuchungen sollen demnach Nazi-Devotionalien sowie Fotos und Videos auf dem Computer sichergestellt werden.

Den Fall ins Rollen hat ein Gast eines Hotels in Velden (Kärnten) Anfang Juni gebracht. Er sah laut Fuchs bei dem Betroffenen aus dem Bezirk Mattersburg eine einschlägige Tätowierung am Oberkörper „Meine Ehre heißt Treue“, den Wahlspruch der Waffen-SS. Er erstattete schließlich Anzeige.

Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt wurde aktiv und begann mit ihren Ermittlungen wegen Wiederbetätigung nach dem Verbotsgesetz.

„Im Zuge der Ermittlungen ist man auch auf einschlägige Facebook-Postings gestoßen“, berichtet der Staatsanwalt, der gleichzeitig bestätigt, dass zwischen den Personen, gegen die ermittelt wird, ein Verwandtschaftsverhältnis besteht.

Ob es nun zu einer Anklage kommt, steht derzeit noch nicht fest. Aus Kärnten heißt es dazu: „Wir führen gegen eine Person Ermittlungen wegen §3g VerbotsG 1947. In der Folge führten wir eine Hausdurchsuchung an seiner Wohnadresse im Burgenland durch, wobei uns das Ergebnis noch nicht vorliegt“, stellt Markus Kitz, Mediensprecher der StA Klagenfurt fest.