Niessl, Doskozil und Bischof Zsifkovics beim Papst. Eine Delegation aus dem Burgenland hält sich derzeit in Rom auf. Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ), sein designierter Nachfolger Landesrat Hans Peter Doskozil (SPÖ) und Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics nahmen am Mittwoch an einer Audienz bei Papst Franziskus teil.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 16. Januar 2019 (16:13)
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Bereits am Dienstag war die Gruppe in der österreichischen Botschaft beim Heiligen Stuhl empfangen worden. "Es war ein sehr ergreifendes Ereignis", schilderte Diözesansprecher Dominik Orieschnig der APA. Papst Franziskus habe sich Zeit fürs persönliche Gespräch mit Bischof Zsifkovics und dem Landeshauptmann genommen. Die Begegnung sei zustande gekommen, nachdem Niessl in der Vergangenheit signalisiert habe, dass es ihm ein großes Anliegen und eine große Freude wäre, dem Papst auch einmal persönlich begegnen zu dürfen.

Bischof Zsifkovics habe anlässlich der Audienz dem Landeshauptmann gedankt für die sehr gute verlässliche Zusammenarbeit "mit einer großen Handschlagqualität" zwischen dem Land Burgenland und der Diözese Eisenstadt - auch für das "große offene Ohr, dass der Landeshauptmann immer gehabt hat für kirchliche Anliegen - es war eine gute Partnerschaft, die mit ihm möglich gewesen ist", sagte Orieschnig. Auch der Papst habe sich bei Niessl bedankt und habe den Landeshauptmann und seinen Nachfolger gesegnet und ihnen alles Gute gewünscht.

Im Anschluss an die Audienz gab es für die Gruppe aus dem Burgenland eine private Führung durch den apostolischen Palast. Dabei durfte die Delegation auch Bereiche sehen, die normalerweise der Öffentlichkeit verwehrt sind.

"Es ist natürlich etwas ganz Besonderes, diese Audienz", sagte Niessl. Über 9.000 Menschen aus allen Kontinenten hätten daran teilgenommen. Die Ansprache des Heiligen Vaters sei "sehr beeindruckend" gewesen, ebenso das persönliche Gespräch, "weil er gerne unser Geschenk angenommen hat", schilderte der Landeshauptmann. Die Delegation hatte dem Papst einen Dress der österreichischen Fußballnationalmannschaft mitgebracht, auf dem der Name des Pontifex aufgedruckt war.

In den 18 Jahren als Landeshauptmann habe man in gutem Einvernehmen mit der Katholischen Kirche und der Diözese Eisenstadt gemeinsam gearbeitet. Die Katholische Kirche mit ihren Institutionen sei ein wichtiger Partner im Schul- und im Krankenanstalten- sowie im Sozialbereich: "Und dafür habe ich mich auch im Namen der Burgenländerinnen und Burgenländer und natürlich im eigenen Namen bedankt", sagte Niessl. Mittwochabend wird ein Gottesdienst gefeiert. Auch eine Überraschung soll es noch geben, kündigte der Landeshauptmann an.