LASK will Sieg gegen Brügge anstreben. Der Traum von der Fußball-Champions-League ist für Vizemeister LASK näher denn je.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 19. August 2019 (14:46)
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LASK-Coach Valerien Ismael ist guter Dinge

Nach dem Aufstieg über den FC Basel haben die Linzer auch vor Club Brügge keine Angst. Gegen die Belgier soll am Dienstag (21.00 Uhr/live DAZN) im Play-off-Hinspiel im mit 14.000 Zuschauern ausverkauften Linzer Stadion der Grundstein für die historische Teilnahme an der Gruppenphase der "Königsklasse" gelegt werden.

"Der Fokus ist da auf unsere eigene Stärke, das hat sich nicht geändert gegenüber dem Basel-Spiel. Einziger Unterschied ist, dass sich der Glaube dahin gefestigt hat, dass wir jeden Gegner besiegen können, wenn wir bei 100 Prozent sind und alle ihre Leistung abrufen", sagte LASK-Coach Valerien Ismael am Montag. Brügge beendete die Meisterschaft vergangene Saison wie der LASK auf Rang zwei, international war 2018/19 nach Rang drei (6) in einer Champions-League-Gruppe mit Dortmund, Atletico Madrid (je 13) und Monaco (1) und dem Umstieg in die Europa League im Sechzehntelfinale gegen Salzburg (1:2 h, 0:4 a) Endstation.

"Sie spielen vom System her ähnlich wie Basel, verfügen aber über mehr Schnelligkeit und haben eine gute Ballsicherheit", analysierte der 43-Jährige. Mit dem 45-jährigen Philippe Clement ist seit dieser Saison ein neuer Coach am Werk. Der Belgier kam als Meistertrainer von Genk. "Er steht für Offensivfußball. Ich erwarte, dass sie ihre Philosophie durchsetzen, sie versuchen werden, uns unter Druck zu setzen", vermutete Ismael. Zu Gute kommen könnte seinem Team, dass beim 15-fachen belgischen Meister noch nicht alles reibungslos funktioniert. "Sie haben viele neue Spieler, es sitzt noch nicht alles ganz. Wir haben viele Punkte erkannt, wo wir unsere Stärken zeigen können", ist der LASK-Coach guter Dinge.

Lauffreudigkeit, aufopferungsvoller Kampf, Teamwork sind Schlagwörter, die der Franzose in einem "intensiven Spiel auf des Messers Schneide" wieder sehen möchte. "Das ist unsere Stärke, das müssen wir wieder bringen", sagte der Nachfolger von Oliver Glasner. Auf Abwarten zu spielen, ist keine Option. "Wir wollen uns eine gute Ausgangslage schaffen, spielen auf Sieg", betonte Ismael. Das sei auch gegen Basel der Schlüssel zum Erfolg gewesen. "Wir sind gegen Basel nicht weitergekommen, weil wir ein 1:1 verteidigt haben, sondern weil wir zwei offensive Spieler gebracht haben und dann die Tore gemacht haben", erinnerte Ismael.

Er wird mit ziemlicher Sicherheit jene Startformation aufs Feld schicken, die auch beim 3:1-Heimsieg gegen die Schweizer begonnen hatte. Da kein einziger Feldspieler davon beim 1:1 am Samstag gegen die WSG Tirol durchspielte, ist die Doppelbelastung kein großes Thema. "Wir werden eine frische Mannschaft auf den Platz schicken, was auch ganz wichtig ist für unsere Spielweise", gab Ismael Einblick.

Kapitän Gernot Trauner war am Samstag als einziger Stammakteur mehr als eine Stunde im Einsatz. Seine Vorfreude auf das neuerliche "Spiel des Lebens" ist riesengroß. "Es wird eine ganz besondere Atmosphäre werden", glaubte der Innenverteidiger. Alle Nebengeräusche gelte es allerdings auszublenden. "Wir müssen nicht darüber reden, was rundherum passiert. Wichtig ist, was wir auf dem Platz zeigen", betonte Trauner. Der Tabellenzweite der Bundesliga lasse sich jedenfalls von der Euphorie rund um den Club nicht verrückt machen. "Wir wissen, dass wir unsere Möglichkeitern kriegen werden, aber auch, dass wir auf eine spielstarke Mannschaft treffen", so der 27-jährige Oberösterreicher.

Christian Ramsebner, der am Montag in Berlin operiert wurde, ist der einzige Ausfall. Der am Montag von Rapid verpflichtete Marvin Potzmann ist noch nicht spielberechtigt. Bei den Belgiern fehlt neben dem gesperrten Stürmer Percy Tau auch Innenverteidiger Brandon Mechele. Der 26-Jährige schied beim Liga-0:0 gegen Eupen am Freitag verletzt aus. Das Remis war der erste Punkteverlust im vierten Ligaspiel für den Tabellenführer, der in der 3. Quali-Runde Dynamo Kiew bezwang. Die Bilanz gleicht also der des LASK.

"Ich glaube nicht, dass uns das Resultat zurückwerfen wird. Am Dienstag erwartet uns eine komplett anderes Spiel", sagte Offensivspieler Hans Vanaken, der laut www.transfermarkt.at mit 11,50 Millionen Euro der teuerste Spieler des zweifachen Europacup-Finalisten ist. Die mit einem Marktwert von etwas mehr als 102 Millionen Euro anreisenden Belgier, bei denen Ex-Liverpool-Goalie Simon Mignolet Einser-Tormann ist, sind vor den Linzern (fast 22 Mio.) gewarnt. "Der LASK hat Basel eliminiert, deshalb wird es ein hartes Match werden. Man darf sie definitiv nicht unterschätzen", verlautete Rechtsverteidiger Clinton Mata. Brügge war schon sechsmal in der Champions League dabei, zweimal in den vergangenen drei Jahren.