Auto fährt in Rosenmontagsumzug in Hessen. Im nordhessischen Volkmarsen ist ein Auto in einen Rosenmontagsumzug gefahren. Laut einem Polizeisprecher gab es bei dem Vorfall etwa 30 Verletzte, darunter auch Schwerverletzte. Der Fahrer sei festgenommen worden, die Polizei sei mit einem großen Aufgebot an Ort und Stelle. Die Polizei wies einen Medienbericht zurück, wonach Behörden von einem Anschlag ausgehen.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 24. Februar 2020 (17:50)
Großaufgebot an Rettungskräften an Ort und Stelle
APA/ag.

Ein Polizeisprecher sagte, er könne nicht bestätigen, dass es sich bei dem Vorfall um Absicht gehandelt habe. "Bild" hatte zuvor einen Polizeisprecher mit den Worten zitiert, man gehe von einem Anschlag aus.

Die Polizei hat nach eigenen Angaben noch keine Erkenntnisse über die Hintergründe. "Ob es sich um einen medizinischen Notfall handelt oder ein technisches Versagen ist oder ob schlimmstenfalls Absicht dahinter steckt, dazu können wir leider gar nichts sagen", sagte der Polizeisprecher in Kassel. Den Autofahrer werde man nun befragen, hieß es weiter. Weder zu seiner noch zur Identität der Opfer machte der Polizeisprecher Angaben. Die Polizei brach nach dem Vorfall alle Fastnachtumzüge in Hessen ab.

Volkmarsen ist eine Kleinstadt im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg mit rund 6.800 Einwohnern. Sie ist rund 30 Kilometer von Kassel entfernt.

Bereits am Sonntag hatte es nach Angaben der örtlichen Feuerwehr einen Zwischenfall bei einer Karnevalsveranstaltung in einer Halle in Volkmarsen gegeben: Wegen eines Feueralarms seien der Veranstaltungsort geräumt und der betroffene Bereich kontrolliert worden, schrieb die Feuerwehr auf Facebook. Der Grund für den Alarm sei nicht feststellbar gewesen, anschließend sei die Veranstaltung nach einer kurzen Unterbrechung fortgesetzt worden. Ob es einen Zusammenhang zwischen den Vorfällen gibt, ist unklar.