Öösterreich bezwang Olympia-Zweiten Deutschland in Test. Österreichs Eishockey-Nationalteam hat den ersten von zwei WM-Tests gegen den Olympia-Zweiten Deutschland überraschend 3:2 (0:1,1:1,2:0) gewonnen. Dominique Heinrich erzielte in Regensburg 1:50 Minuten vor der Schlusssirene den entscheidenden Treffer. Zuvor hatten Patrick Obrist (29.) und Lukas Haudum (53.) die 2:0-Führung der Gastgeber durch NHL-Star Leon Draisaitl (18., 25.) ausgeglichen.

Von APA Red. Erstellt am 25. April 2019 (21:36)
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Die Österreicher haben nach dem 3:2 gegen Deutschland Grund zum Jubeln

Als bester Spieler der Österreicher wurde Goalie Lukas Herzog ausgezeichnet, der sein Team im ersten Drittel mit zahlreichen Paraden im Spiel hielt. Am Samstag geht es für die in der WM-Vorbereitung steckenden Österreicher in Deggendorf (20.00 Uhr) erneut gegen Deutschland. Noch nicht dabei sind Michael Raffl von den Philadelphia Flyers sowie die Spieler der EBEL-Finalisten Vienna Capitals und KAC.

Wenig deutete vor knapp 4.700 Zuschauern zunächst auf einen Erfolg der Auswahl von ÖEHV-Teamchef Roger Bader hin. Deutschland agierte mit mehr Tempo und fand beste Chancen vor. Herzog war im ersten Drittel im Tor schwer gefordert, ließ sich aber lange nicht bezwingen. Draisaitl gelang schließlich in der 18. Minute das fällige 1:0. Nach einem Fehler im Defensivverhalten hatte der Edmonton-Star viel Zeit und schloss überlegt ab.

Draisaitl, der im NHL-Grunddurchgang 50 Tore für die Oilers erzielt hatte, baute die Führung der Hausherren danach weiter aus. Deutschland wurde aber nachlässig und brachte die Österreicher damit ins Spiel zurück. Dem in der zweiten Schweizer Liga bei Kloten engagierte Obrist gelang der Anschlusstreffer, zum Drittelende scheiterten Mario Hofer und Manuel Ganahl binnen wenigen Minuten dann zweimal am deutschen Goalie Mathias Niederberger.

Draisaitl erwies weiter als schwer zu bändigen, scheiterte nach nur neun Sekunden im Schlussabschnitt erneut an Herzog und lieferte für eine weitere deutsche Topchance die Vorarbeit. Österreich konnte nun aber dagegenhalten. Schweden-Legionär Haudum profitierte bei seinem Tor von einem Puckverlust der Deutschen im eigenen Drittel. Den Schlusspunkt setzte dann Salzburg-Verteidiger Heinrich, der im Finish nach Pass von Martin Ulmer abschloss. Raphael Herburger hatte Sekunden davor nur die Stange getroffen.