Behandelnder Arzt: "Es geht Lauda erfreulich gut". In Ö3 berichtet auch der behandelnde Arzt Walter Klepetko vom Wiener AKH über den aktuellen Gesundheitszustand Laudas. "Es geht Niki Lauda erfreulich gut. Die Infektion Anfang des Jahres war doch ein herber Rückschlag, aber wir sind dabei, das zu kompensieren und wieder aufzutrainieren", sagt Klepetko dabei.

Von APA Red. Erstellt am 22. Februar 2019 (14:15)
APA (dpa/Archiv)
Lauda sei ein "Stehaufmännchen", sagte sein Arzt Walter Klepetko

Laudas derzeitiger Tagesablauf stehe "ganz im Zeichen des Trainings und des Aufbaus, mit Muskelstärkungs- und Koordinationsübungen. "Herr Lauda ist sehr aktiv dabei. Wir sind sehr zuversichtlich, dass es uns gelingen wird und wir schon in absehbarer Zeit dort sein werden, wo wir schon zu Weihnachten waren."

Über die Zukunft des Mercedes-Managers meinte Klepetko: "Es ist realistisch, dass er wieder zu den Rennen gehen wird. Aber er wird sicher nicht bei jedem Rennen dabei sein und vor allem nicht beim Saisonstart in Melbourne dabei sein - ein Transkontinentalflug, das ist nicht das Ziel. Letztendlich wird er selber entscheiden zu welchem Zeitpunkt er sich fit und stark genug fühlt, um wieder in den Formel-1-Zirkus einzusteigen."

Eines ist laut Klepetko aber schon jetzt klar: Bei Menschenansammlungen wird sich Lauda in Zukunft mit einer Atemmaske schützen müssen. "Große Menschenansammlungen sind immer eine potenzielle Gefahr für Infektionen. In diesem Fall wird es angebracht sein, dass er eine Maske trägt, um sich vor einer direkten Infektionsmöglichkeit zu schützen."

Die gute Nachricht laut dem Arzt, der vergangenen Sommer mit zehn lungentransplantierten Patienten den 5.895 Meter hohen Gipfel des Kilimandscharo bestiegen hatte, lautet: "Im Prinzip könne ein lungentransplantierter Patient aber wieder eine ganz normale Lebensqualität erreichen." Lauda sei ein "Stehaufmännchen". "Es ist bewundernswert, wie kooperativ, zäh und motiviert er durch das Ganze geht. Er wird wie alle Transplant-Patienten immer ein Patient bleiben, er braucht kontinuierliche Betreuung, aber er sollte den Grad der Unabhängigkeit erreichen, dass ihm die volle Lebensqualität ermöglicht sein wird."

Zuvor wandte sich Lauda anlässlich seines 70. Geburtstages am Freitag via ORF-Radiosender Ö3 an die Öffentlichkeit. "Ich bin noch immer da und komme mit Vollgas zurück. Es war etwas rumpelig, aber es ist alles geschafft", meldete sich Österreichs Formel-1-Legende.