Ausland

Erstellt am 16. November 2018, 10:21

von APA Red

Ausreichend Anträge für Misstrauensvotum gegen May. Die für ein innerparteiliches Misstrauensvotum gegen die britische Premierministerin Theresa May nötigen 48 Anträge sind eingegangen. Das berichtete der Chefredakteur des Newsletters BrexitCentral am Freitag unter Berufung auf einen Insider.

Theresa May droht neues Ungemach  |  APA/ag.

Die Fraktions-Geschäftsführer sind laut "Huffington Post" aufgefordert worden, ihre Verpflichtungen in den Wahlkreisen abzusagen und ins Parlament zu kommen. Zuvor wurde bekannt, dass die konservative nordirische Democratic Unionist Party (DUP) im Brexit-Streit auf eine Ablösung Mays drängte. Allenfalls will sie gegen die Brexit-Vereinbarung stimmen, teilte die Zeitung "Daily Telegraph" mit. May ist im Parlament auf die Stimmen der DUP angewiesen, die bereits am Mittwoch wegen der Sonderregelungen für Nordirland mit einem Bruch des Bündnisses gedroht hatte.

Der Brexit-Deal mit Brüssel hat Mays Regierung in eine schwere Krise gestürzt: Aus Protest gegen die Vereinbarung reichten am Donnerstag zwei Minister und zwei Staatssekretäre ihren Rücktritt ein. Das britische Kabinett hatte den Vertragsentwurf zum britischen EU-Ausstieg am Mittwochabend an sich gebilligt.

Am Donnerstagabend verteidigte May den Vertragsentwurf. "Ich glaube mit jeder Faser meines Körpers daran, dass der von mir verfolgte Kurs der richtige für mein Land ist", sagte die Premierministerin nach einer hitzigen Debatte im Unterhaus bei einer Pressekonferenz. Der geplante Brexit-Deal sei das bestmögliche Abkommen und "im nationalen Interesse".