Österreich trat der "High Ambition Coalition" bei. Österreich unterstützt die "High Ambition Coalition" (HAC) für mehr Klimaschutz. Das hat Umweltministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) am Donnerstag bei der UNO-Klimakonferenz in Katowice bekannt gegeben. "Wir sind an einem Punkt angelangt, wo die Bemühungen für ein gutes Ergebnis beim Klimagipfel einen starken politischen Vorstoß brauchen", hielt die Ministerin fest.

Von APA Red. Erstellt am 13. Dezember 2018 (10:00)
APA (Archiv/Neubauer)
Köstinger ruft zu gemeinsamem Handeln auf

Die "High Ambition Coalition" wurde ursprünglich im Rahmen der COP21 in Paris gegründet. Sie ist ein Bündnis aus industrialisierte Ländern und Entwicklungsländern und weckte am Mittwoch mit dem "Statement on stepping up climate ambition" neue Erwartungen bei den bisher etwas stockenden Verhandlungen, nachdem sie ankündigt hat, bis 2020 ehrgeizigere Klimaschutzpläne vorzulegen. "Wir sind mitten in einer sehr intensiven Phase der Verhandlungen", sagte Köstinger, die in ihrer Rolle als Österreichs Umweltministerin diese Initiative und die aktuelle Erklärung für mehr Ambition im Klimaschutz und bei der COP in Katowice unterstützt.

Inhalt der gemeinsamen Erklärung ist auch der aktuelle IPCC-Sonderbericht, der den Handlungsbedarf klar aufzeigt und der bei der COP bereits für Kontroversen gesorgt hat. "Der IPCC-Report ist unmissverständlich", stellte Köstinger fest. "Nur durch ein schnelles globales Handeln können wir die Erderwärmung auf 1,5 Grad begrenzen. Daher bekennt sich die 'High Ambition Coalition' zu entschiedenem weltweitem Klimaschutz", so Köstinger. "Gemeinsam müssen wir handeln, die COP24 ist die Chance, dass sich die Staatengemeinschaft verbindlich auf einen Handlungsrahmen einigt, um den Klimawandel zu bekämpfen."

Unterstützer der Initiative sind unter anderem die EU-Kommission, Kanada, Frankreich, Spanien, Dänemark, Costa Rica, Argentinien, Kolumbien, Äthiopien, Fidschi, Finnland, Deutschland, Granada, Italien, Jamaika, Luxemburg, Mazedonien, Marshallinseln, Mexiko, Monaco, Niederland, Neuseeland, Norwegen, Portugal, Santa Lucia, Schweden, Großbritannien und nun auch Österreich.

Der Weltklimagipfel soll am Freitag enden, die Verhandlungen laufen aber schleppend. Klimaschützer hatten kritisiert, dass zwar viel über die Regeln für die praktische Umsetzung des Pariser Klimaabkommens gesprochen werde, aber die Staaten sich mit konkreten Zusagen zum Einsparen von Treibhausgasen zurückhielten.