Niessl und Doskozil im Zeichen des Wechsels. Am letzten Tag im Amt bedankte sich Landeschef Hans Niessl und gab mit Nachfolger Hans Peter Doskozil einen Ausblick auf den „großen Tag“.

Von Wolfgang Millendorfer. Erstellt am 27. Februar 2019 (12:05)

„Arbeit bis zur letzten Minute“ lautet das Motto bei Landeshauptmann Hans Niessl: Gemeinsam mit seinem Nachfolger Hans Peter Doskozil gab der Langzeit-Landeschef am Mittwoch noch eine Pressekonferenz zum bevorstehenden Wechsel an der Spitze. Am Donnerstag wird Niessl im Rahmen einer Festsitzung verabschiedet, zu Mittag wird Doskozil als Nachfolger gewählt; zugleich werden die neuen SPÖ-Landesräte Heinrich Dorner, Daniela Winkler und Christian Illedits sowie die neue Landtagspräsidentin Verena Dunst angelobt.

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Zum Abschied bedankte sich Hans Niessl bei seinen Mitarbeitern und Wegbegleitern, beim früheren Koalitionspartner ÖVP und beim jetzigen, der FPÖ, bei den Landtagsabgeordneten und auch bei den Sozialpartnern.

„Neuer Weg mit neuem Team“

„Mein Dank gilt vor allem auch den Burgenländerinnen und Burgenländern, die den Erfolg des Landes durch ihre Leistung ermöglicht haben“, sagte Niessl, der den Abschied „nicht mit Wehmut, sondern mit Demut“ sieht: „18 Jahre an der Spitze des Landes stehen zu dürfen, das war eine Herausforderung, aber eine sehr schöne. Hans Peter Doskozil wird mit seinem neuen Team einen neuen Weg gehen.“

Die Basis dafür, betonte Doskozil, habe Niessl gelegt: „Er hat das Land geprägt und das Land hat einen Weg eingeschlagen, der auch in Europa herzeigbar ist. Dazu haben viele Menschen beigetragen und es braucht eine Persönlichkeit, die an der Spitze steht und die Menschen bewegen kann.“

In Sachen Erneuerbarer Energie sei das Burgenland „Europameister“, in der Bildung und bei der Kinderbetreuung „Staatsmeister“ und von 2000 bis 2016 habe das Burgenland stets das größte Wirtschaftswachstum aller Bundesländer vorweisen können, sagte Niessl. Als Aufgaben für die kommenden Wochen und Monate nannte Doskozil als designierter Landeschef unter anderem die Pflege, die Spitäler oder den Mindestlohn im Landesdienst.

Für die Zukunft wünscht sich Doskozil auch weitere Treffen mit Niessl, der ihn persönlich stark geprägt habe („Ein verlässlicher Weggefährte, der auch parteiintern mit Handschlagqualität Rückhalt gegeben hat“). Niessl selbst wird in der Polit-Pension „der Arbeitsrhythmus und die Menschen, mit denen man Jahrzehnte lang zusammengearbeitet hat, fehlen“. Lachend meinte der scheidende Landeshauptmann, der schon am 1. März mit seiner eigenen Beraterfirma neu durchstartet: „Aber das werden wir schon ein bisschen kompensieren …“