Kein Verstoß gegen Anti-Doping-Bestimmungen. Frankfurts Fußball-Profi Martin Hinteregger hat im Bundesligaspiel gegen Hoffenheim nicht gegen die Anti-Doping-Bestimmungen verstoßen. Das teilte die deutsche Nationale Anti Doping Agentur (NADA) am Freitag mit. "Die NADA kommt zu dem Ergebnis, dass kein möglicher Verstoß gegen Anti-Doping-Bestimmungen vorliegt. Die Ermittlungen sind somit abgeschlossen", hieß es in der Mitteilung.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 23. August 2019 (14:14)
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Hinteregger hat nicht gedopt

Die Behandlungsmethode sei "mit dem aktuell gültigen Dopingreglement vereinbar". Der 26-jährige ÖFB-Innenverteidiger und Torschütze hatte beim 1:0-Sieg von Eintracht Frankfurt gegen die TSG 1899 Hoffenheim am vergangenen Sonntag eine Viertelstunde vor Spielende einen Wadenkrampf erlitten, spielte schließlich aber weiter. Bevor Hinteregger auf das Spielfeld zurückkehrte, drückte ihm ein Betreuer ein Präparat in die Hand, das er einnahm. Die NADA analysierte nach eigenen Angaben die TV-Aufnahmen und prüfte die von der Eintracht vorgelegten Unterlagen.

Zudem wies die Agentur den Vorwurf zurück, sie habe die Frankfurter oder Hinteregger in den Verdacht des Dopings oder Medikamentenmissbrauchs gebracht. Man habe "solche Äußerungen nicht in einen konkreten Zusammenhang" mit dem Club "und/oder dem Spieler Martin Hinteregger gestellt", teilte die NADA weiter mit.

Trainer Julian Nagelsmann vom deutschen Fußball-Bundesligisten RB Leipzig hatte das Vorgehen der NADA zuvor kritisiert. "Das offensive Umgehen der Doping-Agentur finde ich nicht gut, weil dadurch ein Spieler vorverurteilt wird. Es bleibt immer irgendwas hängen, was dem Spieler völlig zu Unrecht angeheftet wird", sagte Nagelsmann am Freitag.

RB Leipzig trifft am Sonntag (15.30 Uhr) in der deutschen Liga auf Eintracht Frankfurt mit dem Österreicher Hinteregger. "Solche Dinge sollten öffentlich werden, wenn wirklich etwas war und nicht der ganze Prozess dahin begleitet wird", kritisierte Nagelsmann weiters.