Wien

Erstellt am 11. Juli 2018, 08:26

von APA Red

Zu-Fuß-Gehen genießt gutes Image in Wien. Das Zu-Fuß-Gehen genießt unter den Wienern ein gutes Image. Knapp 90 Prozent und damit deutlich mehr als noch vor fünf Jahren gehen gerne zu Fuß. Für die bisher umfassendste Umfrage zu dem Thema in Wien hat die Mobilitätsagentur 4.600 Fußgänger befragt. Gewünscht werden mehr Sitzmöglichkeiten und längere Grünphasen.

88 Prozent der Wienerinnen und Wiener gerne per pedes unterwegs  |  APA

"Insgesamt ist die Zufriedenheit der Fußgängerinnen und Fußgänger in Wien sehr hoch", kommentierte Petra Jens, Beauftragte für Fußverkehr der Stadt Wien, die Umfrageergebnisse, die der APA vorliegen. "Die Beliebtheit des Zu-Fuß-Gehens ist stark gestiegen. Heute sagen 88 Prozent der Wienerinnen und Wiener, dass sie gerne zu Fuß unterwegs sind. Im Jahr 2013 waren es nur 59 Prozent."

70 Prozent der Befragten gehen täglich zu Fuß. Drei Viertel fühlen sich als Fußgänger sicher, wobei es hier große Unterschiede zwischen den Bezirken gibt. So fühlen sich in Floridsdorf 88 Prozent beim Zu-Fuß-Gehen sicher, in Simmering sind es nur 41 Prozent.

Am häufigsten legen Fußgänger bis zum Alter von 29 Jahren täglich Wege von mehr als zehn Minuten zu Fuß zurück (79 Prozent), bei den 50- bis 59-Jährigen sinkt dieser Wert auf 66 Prozent ab. Nach Bildungsgrad betrachtet zeigt sich, dass die befragten Absolventen von Universitäten und Fachhochschulen am häufigsten täglich zu Fuß gehen, konkret 77 Prozent.

Als besonders störend wird Verschmutzung empfunden. Störfaktor Nummer eins ist Hundekot (42 Prozent). Aber auch Radfahrer (37 Prozent) und Autofahrer (25 Prozent) stellen Ärgernisse für Wiens Fußgänger dar. Dementsprechen wünschen sich die Befragten vor allem eine stärkere Trennung von Rad- und Fußwegen sowie deutlich längere Grünphasen bei Fußgängerampeln.

Der "Wien zu Fuß"-Report ist die bisher umfassendste Befragung der Wiener Bevölkerung zum Fußverkehr. Er basiert auf der Auswertung von 4.600 persönlichen Interviews mit Menschen, die in Wien zu Fuß unterwegs sind. Durchgeführt wurde die Studie vom Markt- und Meinungsforscher Peter Hajek im Auftrag der Mobilitätsagentur.