Erstellt am 20. August 2018, 11:27

von APA Red

Überschwemmungen in Indien - Viele Opfer gerettet. Bei den Monsunfluten in Südindien ist die Zahl der Toten auf 380 gestiegen. Die Gesamtzahl berücksichtige alle Opfer der Monsunzeit im Bundesstaat Kerala seit Ende Mai. Der Großteil der zwischenzeitlich mehr als 100.000 Menschen, die von der Außenwelt abgeschnitten waren, wurde laut Behörden inzwischen gerettet. Rund 6.000 Menschen sitzen noch auf den Dächern oder in ihren Häusern fest.

380 Menschen sind bei den Überflutungen ums Leben gekommen  |  APA/dpa

Die Betroffenen werden aus der Luft mit Essen und Wasser versorgt. Etwa 600 Boote der Streitkräfte, unterstützt von lokalen Fischern, seien in der Nacht im Einsatz gewesen, hieß es. Noch am Montag sollten die Rettungseinsätze abgeschlossen sein.

Der Regen hatte am Wochenende nachgelassen, und am Montag fielen nur noch leichte Schauer, so dass die Pegel zu sinken begannen. Die inzwischen gut eine Million Menschen, die in mehr als 3600 Notunterkünften in dem Bundesstaat an Indiens Südwestküste ausharrten, müssten allerdings voraussichtlich noch ein paar Tage dort bleiben, sagte Kurien.

Der internationale Flughafen von Kochi blieb wegen der Fluten weiterhin geschlossen. Auf einem Luftstützpunkt der indischen Marine in der Großstadt landeten und starteten am Montag aber wieder Passagierflüge.

Die Monsunzeit dauert in Indien von Juni bis September. Die Regenfälle sind unerlässlich für die Landwirtschaft in Südasien, können aber enorme Zerstörungen anrichten. Im vergangenen Jahr kamen in Indien mehr als 1.700 Menschen ums Leben. In diesem Jahr sind es bisher fast 1.000.