Sechs Tote bei Motorradunfällen am Pfingstwochenende. Das Sommerwetter am Pfingstwochenende hat viele Motorradfahrer auf die Straßen gelockt. Bei mehreren Unfällen wurden insgesamt sechs Motorradfahrer getötet, dazu kamen zahlreiche Verletzte.

Von Redaktion, APA. Update am 10. Juni 2019 (16:05)
APA (ZOOM.TIROL)
Einer der tödlichen Unfälle passierte am Gaichtpass bei Weißenbach

Die meisten tödlichen Unfälle gab es in der Steiermark. Im Folgenden ein Überblick über die Unfälle des verlängerten Wochenendes, die von den jeweiligen Landespolizeidirektionen berichtet wurden.

Auf der Soboth (Bezirk Deutschlandsberg) kollidierten am Sonntagnachmittag zwei Biker: Ein 30-jähriger Steirer starb noch an der Unfallstelle, ein 65-jähriger Tiroler kurz nach der Einlieferung ins Krankenhaus. Am Samstagabend war ein 62-jähriger Motorradlenker aus der Steiermark ums Leben gekommen, als er bei Mariazell von der Straße abkam und über eine Böschung stürzte.

Am Wochenende gab es in der Steiermark vier weitere Motorradunfälle, bei denen die Lenker zum Teil schwer verletzt wurden. Und in der Nacht auf Sonntag starb eine 86-jährige Frau im Krankenhaus - sie war am Freitag in Murau mit ihrem Auto unterwegs gewesen und auf einer Kreuzung mit einem anderen Pkw zusammengestoßen.

Ein tödlicher Motorradunfall hat sich am Wochenende in Kärnten ereignet: Ein 35-jähriger Steirer prallte am Samstag im Bezirk Wolfsberg gegen einen auf der Straße liegenden Baum, der zuvor von einer starken Windböe umgerissen worden war.

Seit Freitag war es in Kärnten außerdem zu acht weiteren Unfällen mit Motorrädern und Mopeds gekommen, bei denen die Lenker teils schwer verletzt wurden. Einen schweren Autounfall hat in der Nacht auf Sonntag ein betrunkener Lenker im Bezirk Klagenfurt-Land verursacht: Sein Auto kam von der Straße ab und landete in einem Bachbett, der Lenker und zwei Beifahrer wurden verletzt.

Bei einem Verkehrsunfall bei Klingenbach (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) sind am Pfingstsonntagvormittag nach Polizeiangaben ein ungarischer Motorradfahrer getötet und ein zweiter schwer verletzt worden. Die Männer waren aus vorerst unbekannter Ursache auf der B16 mit dem entgegenkommenden Auto eines Landsmannes kollidiert.

Bei der Karambolage kam ein 37-jähriger Zweiradfahrer ums Leben, ein 27-jähriger Biker wurde laut Landessicherheitszentrale (LSZ) Burgenland schwer verletzt und ins Krankenhaus Eisenstadt transportiert. Verletzungen erlitten auch die drei Autoinsassen.

Nach Angaben der Landespolizeidirektion Burgenland war ein 40-jähriger ungarischer Staatsbürger mit einem mit zwei weiteren Personen besetzten Pkw auf der B16 vom Kreisverkehr Klingenbach in Richtung Staatsgrenze unterwegs, als ihm die Landesleute auf den Zweirädern entgegenkamen.

Warum sich in der Folge die Kollision ereignete, blieb zunächst ungeklärt. Das Auto kam nach der Karambolage auf der Richtungsfahrbahn Wien zum Stillstand, berichtete die Polizei. Die Motorräder und die Lenker wurden durch die Wucht des Zusammenstoßes in den Straßengraben geschleudert. Die B16 war mehrere Stunden lang für den kompletten Verkehr gesperrt.

In Tirol ereigneten sich zwei Motorradunfälle, dabei gab es einen Toten und zwei Schwerverletzte. Am Gaichtpass bei Weißenbach prallte ein deutscher Biker mit einem Wohnmobil zusammen, das in einer unübersichtlichen Kurve von einem Parkplatz in die Straße einbog. Er erlag noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen.

Ebenfalls im Bezirk Reutte waren am Sonntag ein deutscher und ein 54-jähriger Vorarlberger Motorradfahrer frontal zusammengestoßen. Die beiden waren auf der Namloser Straße (L 21) in entgegengesetzte Fahrtrichtungen unterwegs und hatten zu Überholmanövern angesetzt. Beide Männer wurden schwer verletzt mit dem Notarzthubschrauber ins Krankenhaus geflogen.

In Salzburg prallte ein 62-jähriger Deutscher Freitagvormittag auf der Katschberg Straße (B 99) in Richtung St. Michael mit seinem Motorrad in den Pkw einer Frau, die rechts abbiegen wollte. Der Motorradlenker konnte nicht rechtzeitig bremsen, er wurde verletzt ins Spital gebracht.

Tödlich verunglückte ein 27-jähriger Autofahrer Freitagmittag auf der Postalmstraße in Abtenau (Bezirk Hallein). Er kam mit seinem Pkw in einer Kurve ins Schleudern und von der Fahrbahn ab, prallte gegen Bäume und der Wagen fing zu brennen an.

In Oberösterreich gab es am Pfingstwochenende keine größeren Motorradunfälle, jedoch wurden ein 15-Jähriger und ein gleichaltriges Mädchen Freitagabend in Linz beim Queren eines Zebrastreifens von einem Auto erfasst und 35 Meter fortgeschleudert. Der Bursche erlitt lebensgefährliche Verletzungen, die junge Frau kam mit leichten Blessuren davon.