Spuckattacken von Maskenverweigerern gegen Polizisten. Seit Beginn der Corona Pandemie sind in Österreich 52 Spuckattacken auf Polizistinnen und Polizisten verübt worden - oft begleitet mit dem Satz "Ich habe Corona und jetzt hast du es auch". "Vielfach kam es zu diesen Vorfällen bei Kontrollen von Maskenverweigerern bzw. Auflösung von illegalen Zusammenkünften", berichtete das Innenministerium (BMI) am Donnerstagabend. Ressortchef Karl Nehammer (ÖVP) bezeichnete diese Attacken als "widerwärtig".

Von APA / NÖN.at. Erstellt am 04. März 2021 (19:00)
Nehammer: Pandemie stellt Polizei vor neue Herausforderungen
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Die Täter werden laut BMI in der Regel wegen versuchter Körperverletzung angezeigt. Das "Phänomen der Spuckattacken" zeige sich nicht nur in Österreich, sondern auch in vielen anderen europäischen Ländern.

938 Polizeibeamte wurden laut BMI in Österreich insgesamt 2020 durch körperliche Gewalt verletzt, zehn davon im Rahmen von Versammlungen gegen die Corona-Beschränkungen. Die Pandemie habe die Exekutive vor eine Reihe von neuartigen Herausforderungen gestellt, betonte Nehammer. "Die Angriffe von Maskenverweigerern und Corona-Leugnern auf Polizistinnen und Polizisten sind nicht nur kriminell, sondern zutiefts unsolidarisch und gefährlich für unser gesellschaftliches Zusammenleben", sagte der Minister.