Alexander Van der Bellen hat Auma Obama als Gast. Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat am Opernball am 28. Februar die kenianische Germanistin, Soziologin und Autorin Auma Obama als Gast. Die Halbschwester des ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama sei "ein wichtiges Gesicht der Partnerschaft und Zusammenarbeit zwischen Europa und Afrika", so der Bundespräsident in einem Statement gegenüber der APA.

Von APA Red. Erstellt am 22. Februar 2019 (10:41)
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Auma Obama: Germanistin, Soziologin und Halbschwester von Barack Obama

Obama, die auch Teilnehmerin beim EU-Afrika-Forum der Bundesregierung im Dezember war, engagiert sich für Menschenrechte, für soziale, ökonomische und ökologische Gerechtigkeit und für das Empowerment von Jugendlichen - in ihrem Heimatland Kenia und in ihrer zweiten Heimat Deutschland. Sie ist auch Initiatorin und Vorsitzende der Stiftung "Sauti Kuu" ("Starke Stimmen"). Diese Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kindern und Jugendlichen aus benachteiligten Verhältnissen aus ländlichen Gebieten und aus städtischen Slums Zukunftsperspektiven zu geben. "Es ist mir ein persönliches Anliegen, den Staatsball, den Opernball, auch dazu zu nutzen, um gemeinsam mit meinem diesjährigen Gast dieses wichtige Anliegen zu unterstützen", sagte der Bundespräsident.

Neben ihrer Arbeit für die Stiftung ist Obama Mitglied des Weltzukunftsrates, der sich weltweit für ein verantwortungsvolles, nachhaltiges Denken und Handeln im Sinne zukünftiger Generationen einsetzt. Darüber hinaus ist sie im Kuratorium der "Stiftung Lesen" sowie im Beirat der Akademie für afrikanische Studien der Universität Bayreuth. Sie fungiert weiters als Vorstandsmitglied der Kilimanjaro Initiative in Nairobi (Kenia), die einmal im Jahr ein Event organisiert, bei dem benachteiligte Jugendliche den Kilimanjaro (auch Kilimandscharo, Anm.), Afrikas höchsten Berg, besteigen.

Die Halbschwester des ehemaligen US-Präsidenten ist auch Autorin. Ihre Memoiren "Das Leben kommt immer dazwischen" wurden im Jahr 2010 veröffentlicht und zwei Jahre später ins Englische übersetzt. Für ihr humanitäres Engagement wurde sie mit dem Prix Courage (2014), dem B.A.U.M.-Award (2015), dem World Human Rights Award (2015) des Magazins "Look", dem Kiwanis Award (2016, Kiwanis Club Stuttgart) sowie dem Deutschen Rednerpreis (2015) ausgezeichnet.