Kosten erhöhten sich auf 14,6 Mio. Euro. Die Gesamtkosten für die Rad-WM, die vergangenen September in Tirol und Innsbruck über die Bühne gegangen ist, haben sich nochmals auf rund 14,6 Millionen Euro erhöht. Das sagte WM-Geschäftsführer Georg Spazier im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur und bestätigte damit einen Bericht der "Tiroler Tageszeitung". Rund 2,1 Millionen Euro konnten eingenommen werden.

Von APA Red. Erstellt am 25. April 2019 (15:53)
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Rad-WM in Tirol im September 2018

Die Einnahmen setzen sich aus rund 1,6 Millionen Euro aus Sponsoring und Ticketerlösen sowie 500.000 Euro durch verkauftes Merchandise sowie verkauftes Essen und Getränke zusammen, erklärte Spazier. Von dem von Land und Stadt gewährten Vorschuss in der Höhe von drei Millionen Euro werden rund 500.000 Euro zurückfließen.

Für die Rad-WM waren ursprünglich 12,8 Millionen Euro veranschlagt worden. 9,6 Millionen sollten vonseiten der öffentlichen Hand fließen, 2,85 Millionen Euro davon von Tirol Werbung und den Tourismusverbänden. Mit einer zusätzlichen Förderung des Landes in der Höhe von 500.000 Euro sowie dem gewährten Vorschuss von Land und Stadt in der Höhe von drei Millionen Euro war man dann bereits vor der WM bei 13,1 Millionen Euro angelangt.

Angesichts der bekannt gewordenen Mehrkosten haben die Verantwortlichen die Ergebnisse der Studie des internationalen Wirtschaftsprüfungsbüros Ernst & Young bereits am Donnerstag veröffentlicht. Neben einer Wertschöpfung von 40 Millionen Euro durch die Rad-WM zeige die Studie auch, dass 85 Prozent der internationalen Besucher wieder nach Tirol kommen wollen.

Mehr als die Hälfte aller Besucher sei von auswärts gekommen. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer betrug 4,3 Tage. Alleine in die Übernachtungen seien 23 Millionen Euro investiert worden. Von den TV-Zusehern in Deutschland, Italien, der Schweiz, England und den Niederlanden würden laut Studie 60 Prozent gerne ihren Urlaub in Tirol verbringen. Der Beschäftigungseffekt der Rad-WM wurde mit 723 Jahresarbeitsplätzen ausgewiesen.

"Die Rad WM war ein voller Erfolg und hat sich für Tirol und Innsbruck in jeder Hinsicht gelohnt", bekräftigten die beiden Gesellschaftervertreter der Rad-WM, LHStv. und Sportlandesrat Josef Geisler (ÖVP) und Innsbrucks Bürgermeister Georg Willi (Grüne) in einer Aussendung. Mit rund 600.000 Zuschauern entlang der Strecke, rund 50.000 zusätzlichen Nächtigungen in den Ziel- und Startregionen, 154 Millionen TV-Kontakten und 35.000 Online-Veröffentlichungen mit einem Werbewert von 244 Millionen Euro habe die Rad-WM die Erwartungen bei Weitem übertroffen.

"Dass es finanziell nicht einfach wird, hat sich abgezeichnet", meinten Geisler und Willi angesichts der Mehrkosten. Man liege aber absolut im erwarteten Rahmen. Dass der Finanzbedarf im Laufe der zweijährigen Vorbereitung gestiegen ist, liege zum einen an den durch den Besucherandrang höheren Sicherheitsvorkehrungen, und zum anderen seien die Sponsoreneinnahmen unter den Erwartungen geblieben, sagten die beiden Geschäftsführer Georg Spazier und Andreas Klingler.