Asylkoordination fordert Prüfberichte-Veröffentlichung. Die Asylkoordination Österreich fordert die Veröffentlichung der Prüfberichte zu den Rückkehrzentren in Fieberbrunn und Schwechat. Das Innenministerium hatte die umstrittenen Zentren einer Überprüfung unterzogen, begleitet wurde diese vom UN-Flüchtlingshochkommissariat UNHCR. Am Donnerstag gab das Ministerium bekannt, dass die Empfehlungen mit 19 konkreten Maßnahmen umgesetzt werden sollen.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 21. November 2019 (18:02)
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Die Asylkoordination verlangte am Donnerstag die "umgehende Veröffentlichung sowohl des BMI-internen Prüfberichtes, als auch des begleitenden UNHCR-Berichtes". "Die Reaktion des BMI, lediglich bereits erfolgte Maßnahmen und Empfehlungen zu veröffentlichen, ist in keiner Weise zufriedenstellend", beklagte die Asylkoordination in einer Aussendung.

Vielmehr brauche es Aufklärung, warum es überhaupt zu den "eklatanten Missständen in den extrem isoliert gelegenen Rückkehrzentren" kommen konnte und warum es einen Hungerstreik gegeben habe. "Den Kopf in den Sand zu stecken und sich für Maßnahmen, die längst überfällig waren, feiern zu lassen, zeugt nicht von einer nachhaltigen Fehleranalyse", übte Lukas Gahleitner-Gertz, Sprecher der Asylkoordination Österreich, Kritik am Innenministerium. Die NGO setzt sich grundsätzlich für eine umgehende Schließung der "kostenintensiven, ineffizienten und menschenunwürdigen" Rückkehrzentren ein.