US-Millionenerbin unterstützte Sex-Sklavinnen-Sekte. Im Fall der sektenähnlichen Gruppe, die Frauen als Sex-Sklaven hielt, hat es ein weiteres Schuldbekenntnis einer Prominenten gegeben.

Von APA Red. Erstellt am 20. April 2019 (14:54)
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Symbolbild

Nach der "Smallville"-Schauspielerin Allison Mack bekannte sich am Freitag in New York auch die Millionenerbin Clare Bronfman für schuldig. Sie soll die Gruppierung namens Nxivm mit großzügigen Spenden gefördert haben.

Bronfman ist die Erbin des einst weltweit größten Spirituosenherstellers Seagram. Sie und ihre Schwester sollen mehr als 100 Millionen Dollar an die mutmaßliche Sekte gespendet haben.

Vor Gericht bekannte sie sich in zwei Punkten schuldig: So räumte sie ein, illegale Einwanderer versteckt zu haben, um daraus finanziellen Gewinn zu ziehen. Außerdem gestand Bronfman, einen gefälschten Ausweis benutzt zu haben.

Nxivm präsentiert sich in der Öffentlichkeit als Selbsthilfegruppe. Tatsächlich sollen die Anführer der Gruppe jedoch Frauen als Sex-Sklavinnen gehalten, sie zum Geschlechtsverkehr gezwungen und ihnen die Initialen von Nxivm-Gründer und Oberhaupt Keith Raniere in die Haut eingebrannt haben.

Insgesamt haben sich bereits fünf von sechs Angeklagten im Fall Nxivm schuldig bekannt, darunter die Schauspielerin Allison Mack, die für ihre Rolle als beste Freundin von Superman in der Serie "Smallville" bekannt ist. Der Prozess wird damit nur Nxivm-Gründer Raniere gemacht. Bronfman muss mit einer Haftstrafe von bis zu 27 Monaten rechnen.