Truppe bei Sieg von Vlhova in Kranjska Gora Dritte. Zum zweiten Mal nach Levi im vergangenen November ist Katharina Truppe als Slalom-Dritte im Ski-Weltcup auf dem Podium gestanden. Die Kärntnerin musste sich am Sonntag in Kranjska Gora nur Petra Vlhova aus der Slowakei und der Schweizerin Wendy Holdener geschlagen geben. Vlhova übernahm mit ihrem insgesamt 14. Sieg die Führung im Slalom-Weltcup. Katharina Liensberger war Fünfte.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 16. Februar 2020 (14:50)
Vlhova voll im Rennen um den Slalomweltcupsieg
APA (AFP)

"Es ist nur noch gewaltig", meinte die 24-jährige Truppe, die im Vorfeld von einer Art Heimrennen hinter der slowenischen Grenze sprach. "Ich habe wirklich probiert, am Limit zu fahren. Ich habe mir vorgenommen, den letzten Hang durchzuziehen, da mir das die letzten Tage nicht gelungen ist", sagte sie im Interview des ORF-Fernsehens. "Mir fehlen ein bisschen die Wörter."

Vlhova schnappte sich als Halbzeit-Vierte mit einem furiosen zweiten Lauf noch den Sieg. Die Slowakin hatte allerdings auch Glück, da die Führende Anna Swenn Larsson nach guten Zwischenzeiten im Zielhang ins Straucheln kam und letztlich "abflog". Für die Schwedin hätte es der erste Weltcup-Sieg sein können. Auch Truppe kam nur durch Swenn Larssons Out zu ihrem dritten Platz.

Die ÖSV-Damen schafften ein gutes Team-Ergebnis. Neben Truppe und Liensberger fuhr mit Chiara Mair eine dritte Österreicherin in die Top Ten. Die Tirolerin brachte mit Platz sechs ihr bestes Weltcup-Resultat in trockene Tücher. Katharina Huber wurde 16., Michaela Dygruber machte als 26. ebenfalls Punkte. Katharina Gallhuber, Franziska Gritsch und die junge Vorarlbergerin Magdalena Egger schieden aus.

Große Abwesende in Kranjska Gora, das die Technikrennen von Maribor übernahm, war abermals Mikaela Shiffrin. Die US-Amerikanerin legt nach dem Tod ihres Vaters eine Weltcup-Pause ein. Wann sie in dieser Saison wieder einsteigt, ist nicht bekannt. Am Sonntag büßte sie von ihrem Vorsprung auf ihre erste Gesamtweltcup-Verfolgerin Federica Brignone aber nichts ein, da die Italienerin im Finale einfädelte.