2.668 Corona-Neuinfektionen, Plus bei Intensivpatienten. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt weiter kontinuierlich an. Von Donnerstag auf Freitag sind 2.668 Neunansteckungen gemeldet worden. Fünf Prozent der in den letzten 24 Stunden durchgeführten 53.053 PCR-Tests waren positiv.

Von APA / NÖN.at. Update am 05. März 2021 (14:42)
Untersuchungen zum Coronavirus
APA/dpa/Christophe Gateau

Der Anstieg der Zahlen verursachte auch eine Zunahme bei den Intensivpatienten. Derzeit werden 326 Patienten intensivmedizinisch behandelt, um 24 mehr als am Vortag. Mehr als 500.000 Österreicher sind inzwischen gegen Corona geimpft.

Intensivmediziner beobachten, dass es aufgrund der britischen Mutation bei schwer an Covid-19-Erkrankten zu einer raschen Verschlechterung und somit Verlegung auf die Intensivstation kommen kann. Derzeit werden mit 107 Patienten die meisten in Wien intensivmedizinisch betreut, gefolgt von Niederösterreich mit 89 Patienten. Wegen einer Covid-19-Infektion befanden sich mit Stand Freitag 9.30 Uhr 1.421 Menschen im Krankenhaus, um vier weniger als noch am Donnerstag. Innerhalb einer Woche sind 68 Patienten hinzugekommen. Die meisten lagen in Wien (392) und in Niederösterreich (362) im Spital.

In den vergangenen 24 Stunden gab es 17 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Damit stieg die Gesamtzahl jener Menschen, die an oder mit Covid-19 verstorben sind, auf 8.669. Pro 100.000 Einwohner sind das 97,4 Tote. Die meisten Verstorbenen sind in Wien mit 1.715 und in Oberösterreich mit 1.522 zu beklagen.

Aktuell laborieren in Österreich 22.544 Menschen an einer SARS-CoV-2-Infektion. Die meisten Neuinfektionen gab es aufgrund von Nachmeldungen in Wien mit 814 Fällen. In Niederösterreich wurden 580 Neuansteckungen registriert, in Oberösterreich 411, in Salzburg 233, in Kärnten 171, in der Steiermark 155, in Tirol 127, im Burgenland 100 und in Vorarlberg 77. Die höchsten Anteil an positiven PCR-Tests hatte allerdings mit 18,1 Prozent Oberösterreich, gefolgt von Kärnten mit 16,1 Prozent. In Wien lag diese Rate bei 2,7 Prozent und damit unter dem Durchschnitt von fünf Prozent.

Seit Beginn der Pandemie vor knapp einem Jahr wurden in Österreich 470.314 positive Testergebnisse registriert. 439.101 Menschen haben sich von einer Infektion wieder erholt. In den vergangenen 24 Stunden wurden 1.899 wieder gesund gemeldet.

Unterdessen haben laut Gesundheitsministerium mehr als eine halbe Millionen Österreicherinnen und Österreicher - exakt waren es am Freitag 502.985 - eine erste Impfdosis gegen Covid-19 verabreicht bekommen. Das entspricht 5,65 Prozent der Bevölkerung. Davon gelten knapp 240.000 bzw. 3,1 Prozent als vollimmunisiert - sie haben bereits die dafür erforderlichen Dosen erhalten.

Für Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) war damit "ein wichtiger Meilenstein im Kampf gegen die Pandemie" erreicht. "Dank größerer Liefermengen und der guten Infrastruktur in den Bundesländern können wir nun in einem höheren Tempo impfen. Unser Ziel ist es, bis Ostern eine Million Menschen zu impfen und ihnen somit den wichtigen Schutz vor Covid-19 zu ermöglichen", meinte Anschober.

Aktuell wird in Österreich alle vier Sekunden eine weitere Person gegen das Coronavirus geimpft. Wie Anschober betonte, habe man damit das Impftempo in den letzten Tagen "massiv beschleunigt".

Der Gesundheitsminister wagte auch einen Blick in die unmittelbare Zukunft: "Da immer mehr Impfstoff geliefert wird - im März werden die Lieferungen im Vergleich zur ersten Phase verdreifacht, im April nochmals verdoppelt -, werden es im März damit bereits 1,1 Millionen Dosen sein. Damit können wir mit der Impfkampagne nun noch weiter in die Breite gehen und so zusätzliche Bevölkerungsgruppen mit Impfschutz versorgen." In den Bundesländern würden mehr und mehr große Impfaktionen anlaufen. "Die Erweiterung der Impfmöglichkeit von AstraZeneca auf alle Altersgruppen hilft uns zusätzlich", bemerkte Anschober abschließend.