St. Andrä am Zicksee

Erstellt am 10. August 2018, 09:01

von Redaktion bvz.at

"Neffentrick": Betrüger geben sich als Verwandte aus. Die Landespolizeidirektion Burgenland warnt: Betrüger, welche sich als vermeintliche Verwandte ausgeben, haben es insbesondere auf ältere Menschen abgesehen. Sie wollen ihren Opfern sensible Daten, Geld oder Wertsachen entlocken.

Symbolbild  |  Shutterstock.com, Agent Penguin

Ein derartiger Fall hat sich am Donnerstag-Vormittag in St. Andrä am Zicksee, Bez. Neusiedl am See, ereignet.

Ein unbekannter Täter versuchte telefonisch mit dem sogenannten "Neffentricks" einer älteren Frau Geld herauszulocken. Dieser Täter schilderte in perfekter deutscher Sprache, dass die Tochter der Angerufenen einen Unfall in Südafrika verschuldet habe. Bei diesem Unfall sei die Tochter leicht verletzt worden. Nun drohe eine Haftstrafe. Sollte jedoch eine Kaution in der Höhe von 58.000 Euro hinterlegt werden, würde sie auf freien Fuß gesetzt werden.

Die Angerufene ging auf diese Aufforderung nicht ein und beendete das Gespräch. Ein Rückruf bei der Tochter ergab: Sie hatte keinen Unfall.

Die Polizei rät:

  • Brechen Sie Telefonate, bei denen von Ihnen Geldaushilfen gefordert werden sofort ab. Lassen Sie sich auf keine Diskussionen ein und machen Sie Ihrem Gegenüber entschieden klar, dass Sie auf keine der Forderungen/Angebote eingehen werden.
  • Kontaktieren Sie den "vermeintlichen" Verwandten, indem Sie ihn unter jener Telefonnummer zurückrufen, die Sie sonst auch verwenden.
  • Werden Sie persönlich aufgesucht, lassen Sie niemanden in Ihr Haus oder Ihre Wohnung, den Sie nicht kennen. Verwenden Sie zur Kontaktaufnahme mit solchen Personen die Gegensprechanlage oder verwenden sie die Türsicherungskette oder den Sicherungsbügel.
  • Versuchen Sie, sich das Aussehen der Person für eine spätere Personsbeschreibung genau einzuprägen.
  • Erstatten Sie umgehend Anzeige bei der nächsten Polizeidienststelle

Weitere Präventionstipps finden sie unter der E-Mail Adresse www.polizei.gv.at.