Burgenland-Mandat wandert von Ries zu Hofer. Nach dem Regierungs-Abgang kehrt Norbert Hofer für die FPÖ in den Nationalrat zurück. Christian Ries muss sein Mandat abgeben, freut sich aber schon auf den Wahlkampf.

Von Wolfgang Millendorfer. Erstellt am 24. Mai 2019 (11:00)
Paul Haider, Wolfgang Millendorfer
Norbert Hofer, Christian Ries

Knapp eineinhalb Jahre saß der Ruster Christian Ries für die FPÖ im Nationalrat. Nach der Koalitionskrise und dem Abgang der FPÖ-Minister muss er sein Mandat nun an den Pinkafelder Norbert Hofer „abtreten“. Der ehemalige Infrastrukturminister und neue FPÖ-Bundeschef kehrt in den Nationalrat zurück. Ries bleibt als FPÖ-Landesparteisekretär im Burgenland im Einsatz und tritt bei der Neuwahl im Herbst wieder an.

„Es war klar, dass ich das Mandat abgeben müsste, aber mit so einem Fall habe ich natürlich nicht gerechnet“, sagt Ries auf BVZ-Anfrage zu den Entwicklungen der vergangenen Woche. „Auf die Arbeit im Nationalrat sehe ich mit großer Freude zurück. Jetzt werde ich aber mit voller Kraft für Norbert Hofer arbeiten“, so Ries. Er wird wieder für die Bundes-FPÖ kandidieren. Je nachdem, wie die Wahl im September ausgeht, steht auch ein Antritt bei der Landtagswahl im Raum.

Dass die türkis-blaue Bundesregierung Geschichte ist, führt Ries darauf zurück, dass Kanzler Sebastian Kurz „zu hoch gepokert“ habe: „Das ist ewig schade. Die Regierung hat sehr gute Arbeit geleistet. Die Aussagen von seinem ehemaligen FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache im ominösen „Ibiza-Video“ sieht Ries kritisch: „Da gibt es nichts zu verteidigen.“