Klosterneuburg

Erstellt am 13. Juni 2018, 05:00

von Claudia Wagner

Nach Unwetter stand Gymnasium unter Wasser. Massiven Wassereintritt hat das BG/BRG Klosterneuburg zu beklagen. Mehrere Klassen mussten ausgelagert werden. Unterricht findet nun teilweise in BH-Außenstelle statt.

In mehreren Räumen des BG/BRG Klosterneuburg standen Lacken. Besonders in Mitleidenschaft gezogen wurde die Bibliothek.  |  NOEN, Gymnasium

Nervöse Blicke Richtung schwarzem Himmel sind im überschwemmungsgeplagten Klosterneuburg keine Einzelheit. Die Furcht vor den Fluten ist leider nicht unbegründet, wie das Unwetter vergangene Woche zeigte. Die Feuerwehr musste mehrmals ausrücken, ein Einsatzort war das BG/BRG Klosterneuburg, das seit Monaten unter der undichten Decke leidet. Einige Räume im Schulhaus standen am Mittwoch unter Wasser.

Besonders schwer hat es die Bibliothek getroffen: Innerhalb weniger Minuten standen Lacken im Raum. Direktorin Hemma Poledna: „Nur der Geistesgegenwart und Hilfsbereitschaft aller Anwesenden ist es zu verdanken, dass ein Großteil der Bücher gerettet werden konnte.“

Das Wasser blieb aber nicht nur in der Bibliothek: Durch die Bücherei floss der Regen einen Stock tiefer in eine Klasse und noch eine Etage weiter in den Werksaal. „In all diesen Räumen ist der Schaden beträchtlich“, resümiert die Schulleiterin.

Auch die Aufstockung, in der die vierten Klassen unterrichtet werden, tragen Schäden von dem Wassereintritt. Teilweise sind Mobiliar und Geräte in Mitleidenschaft gezogen. Die Wassermengen kamen aber nicht nur von oben: Vom Kanal auf der Straße drückte das Wasser in die Lager- und Archivräume im Keller. Der Schaden ist noch nicht abschätzbar.

Räume erst im nächsten Schuljahr nutzbar

Die Nachwehen des Unwetters spürten die Schüler dann am Donnerstag. Sechs Klassen konnten nicht in der Buchberggasse unterrichtet werden. Vier wurden in der BH-Außenstelle untergebracht, zwei weitere in der Neuen Mittelschule Hermannstraße. „Ich hoffe, dass wir ab Montag wieder mit dem normalen Unterricht im Haus fortfahren können“, zeigte sich Poledna am Donnerstag noch optimistisch.

Die Hoffnung blieb vergeblich: Experten der Bundesimmobiliengesellschaft stellten fest, dass einige Klassen vor Schulschluss nicht mehr nutzbar sind. Vier Klassen – 6B, 6C, 7B und 7C – verbringen die letzten Unterrichtstage weiterhin in der BH-Außenstelle. Bis September sollen die Räume saniert werden. Poledna: „Es wurde uns zugesichert, dass wir mit Schulbeginn 2018/19 wieder alle Unterrichtsräume nutzen können.“