Klosterneuburg: Impfstart in der Arzt-Praxis. In zwei Ordinationen wird seit dieser Woche geimpft. Der Notruf NÖ bietet sechs Impfstellen in Klosterneuburg an.

Von Claudia Wagner. Erstellt am 03. März 2021 (04:36)
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Mit dieser Woche starten in der Babenbergerstadt die ersten Impfungen beim Hausarzt – für jene, die bei der Online-Anmeldung des niederösterreichischen Notrufs einen der begehrten Termine ergattern konnten. Am Montag, 1. März, fanden bereits Impfungen mit AstraZeneca statt. Impfungen mit Pfizer folgen am Mittwoch, 3. März – die Mittwochs-Termine wurden in der ersten Anmeldephase an Über-80-Jährige und Menschen mit Trisomie 21 vergeben.

Trotz Aufstockung des Angebots – mittlerweile gibt es Termine bei sechs Impfstellen in der Stadt – warten noch viele Klosterneuburger auf den heiß ersehnten Pieks. Aber: Der Impfstoff ist ungewiss. „Am liebsten würden wir in jeder Ortschaft, in jeder Ordination impfen, aber das lässt der Impfstoff leider nicht zu“, erklärt Stefan Spielbichler vom Notruf NÖ. Mehrere Faktoren – etwa die Bevölkerungszahl im Bezirk, die Verfügbarkeit der Dosen oder die räumlichen Begebenheiten in einer Arzt-Praxis – beeinflussen, welche Ordinationen mit Impfstoff beliefert werden können. Eine Mindestzahl an Impfungen muss pro Hausarzt garantiert sein. Spielbichler: „Pro Fläschchen sind sechs Impfungen möglich. Wenn etwa nur am Vormittag geimpft wird und nur fünf Impfungen durchgeführt werden, wird eine Impfung verworfen, weil der Stoff nicht bis zum Abend hält.“

„Am liebsten würden wir in jeder Ortschaft, in jeder Ordination impfen, aber das lässt der Impfstoff leider nicht zu.“ Stefan Spielbichler, Notruf NÖ

Das große Fragezeichen wird auch weiterhin die Verfügbarkeit der Impfdosen sein, prophezeit Spielbichler: „Mit den Ärzten sind die Impftermine bis Sommer fixiert. Sie werden aber erst freigegeben, wenn sicher ist, dass die Lieferung hält. Derzeit haben wir jeden zweiten Tag eine Änderung bei Impfzusagen und Prognosen.“

Die Koordination der Impfungen regelt das Land. Aber auch die Stadt macht sich Gedanken: So könnte langfristig auch eine Impfstraße angeboten werden – man bemühe sich, darauf vorbereitet zu sein, heißt es seitens der Stadtgemeinde. Aber: Verwirklicht soll das erst werden, wenn große Lieferungen an Impfstoff vorhanden sind.