Begeisterung und Disziplin in den Altersheimen

In den drei Heimen der Stadt Klosterneuburg gab es bisher nur einen infizierten Bewohner. Hohe Impfrate und strenge Hygiene sind wichtige Faktoren.

Erstellt am 21. Oktober 2021 | 04:52
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Etwa 90 Prozent der Bewohner der drei Pflegeeinrichtungen in Klosterneuburg und Kritzendorf sind geimpft. Das ist ein wesentlicher Faktor, warum es bisher nur einen Bewohner gab, der positiv auf Corona getestet wurde. Über eine positive Bilanz freuen sich: Maria Jaremkof (r.), Ilse Clauer und Caritas Geschäftsführer Klaus Schwertner.
Foto: Hornstein

„Am Anfang braucht man Begeisterung, am Ende Disziplin“ – so beschreibt Mustafa Salkovic, Leiter des Haus Leopold der Caritas, die letzten Monate, die natürlich auch in den beiden Pflegeeinrichtungen in Klosterneuburg und dem Haus der Barmherzigen Brüder in Kritzendorf von Corona geprägt waren.

Bei allen Einschränkungen, die diese Zeit mit sich gebracht hat, können die drei Direktoren der Häuser nun eine positive Bilanz ziehen. Im Haus Leopold und bei den Barmherzigen Brüdern gab es keinen einzigen positiven Fall unter den Bewohnern. Im Pflege- und Betreuungszentrum Klosterneuburg – Agnesheim – gab es eine Bewohnerin, die zwar kurz positiv war, allerdings einen sehr hohen CT-Wert hatte.

Etwa 90 Prozent der Bewohner sind geimpft

Aber warum kamen gerade die Einrichtungen in Klosterneuburg so gut durch diese schwere Zeit? „Die Impfung ist sicher ein Teil. Der andere Teil ist, dass wir uns sehr streng an Hygienerichtlinien halten“, ist sich Salkovic sicher. Im Haus Leopold wurden bereits vor einem Jahr die sogenannten Gurgeltests eingeführt. Neben den Screening-Tests laufen dort auch bereits seit September die Auffrischungsimpfungen für die Bewohner.

Im Agnesheim ist die dritte Impfung für Bewohner bereits fast abgeschlossen. Hier sind – so wie im Schnitt in ganz Niederösterreich – zwischen 85 und 90 Prozent der Bewohner geimpft. Neben dem Stich setzen Direktor Michael Strozer und sein Team aber natürlich auch auf die Sorgsamkeit und Achtsamkeit der Bewohner, Mitarbeiter und Besucher. „Ein bisschen Glück gehört auch dazu, wir waren aber auch sehr vorsichtig“, ist Strozer froh, bisher so glimpflich durch diese schwere Situation gekommen zu sein.

„Ich schütze andere, daher lasse ich mich impfen.“ – Damit wirbt Andreas Weinmüller, Direktor der Barmherzigen Brüder in Kritzendorf, auf deren Homepage. Und fast 90 Prozent der Bewohner sind der gleichen Auffassung gewesen und haben sich ebenfalls impfen lassen. Hier beginnen die Auffrischungsimpfungen in der ersten Novemberwoche.

3G-Regel mit PCR-Tests

Trotz Impfungen wird bei den Barmherzigen Brüdern aber natürlich auch weiter getestet. „Wir testen alle geimpften Mitarbeiter einmal pro Woche und alle ungeimpften Mitarbeiter mindestens drei Mal pro Woche mittels PCR“, erklärt Weinmüller die weiteren Vorsichtsmaßnahmen des Hauses in Kritzendorf.

Aber nicht nur bei den Mitarbeitern wird auf PCR-Tests gesetzt, sondern auch bei den Besuchern. „Bei uns gilt die 3G-Regel für Besucher: geimpft, genesen oder getestet mit PCR-Test“, hofft Weinmüller, die gute Corona-Bilanz auch weiterhin beibehalten zu können.

Denn bei allen Impffortschritten, Testpflichten und Hygienevorschriften sind sich die Leiter der Häuser doch auch über eines ganz klar: Ohne ein bisschen Glück wären die Bewohner der drei Klosterneuburger Heime bisher wohl nicht so gut durch Corona gekommen.