Für Busse nicht passierbar: Brücke neu gepflastert. Nach monatelanger Sperre der Hundskehle wegen der Sanierung der Nepumukbrücke musste nun neu gepflastert werden. Der Grund: für den Bus nicht passierbar.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 13. November 2019 (05:00)
Wieder zwei tage gesperrt: Das Sorgenkind Nepomukbrücke ist für den niedrigen Stadtbus unpassierbar.
anonym

Der Hl. Nepumuk kommt auf seiner Johannesbrücke nicht zur Ruhe, denn jetzt mussten wieder Sanierungsarbeiten durchgeführt werden. In einem anonymen Schreiben an Gemeinderat Peter Hofbauer werden auch die Gründe dafür bekannt gegeben: Der Stadtbus streift mit seiner Bodenplatte an den Pflastersteinen der gewölbten Brücke.

Monatelang war die Hundskehle gesperrt. Es herrschte Einsturzgefahr für die historische Brücke. Nach fachmännischer Sanierung wurde die Nepomukbrücke wieder für den Verkehr freigegeben. Schon damals übte Gemeinderat Peter Hofbauer (Liste Peter Hofbauer) harsche Kritik an der späten Erkenntnis der Einsturzgefahr und ortete Mängel bei der regelmäßigen Kontrolle der Brücke. Jetzt wurde dem umtriebigen Gemeinderat ein anonymes Schreiben zugestellt, in dem er informiert wurde, dass die Brücke neu gepflastert werden muss, weil der Stadtbus durch die Wölbung der Fahrbahn mit seiner Bodenplatte die Fahrbahn streife.

„Wieder ein Schildbürgerstreich und Fauxpas der Baustellenüberwachung und Planung“, schimpft Peter Hofbauer. Er wisse, dass bei einer professionellen Planung so etwas nicht passieren dürfe. Zahlen müsse diese Schlamperei wieder einmal der Steuerzahler.

Die Anfrage an die Stadtgemeinde beantwortete die Pressestelle des Rathauses wie folgt: „Nach der Neugestaltung der Brücke wurde die Überquerung des Stadtbusses ausprobiert und es schleift tatsächlich“, so das Rathaus. Schuld daran seien die 2018 neu angeschafften Stadtbusse, die einfach länger und tiefergelegt wären, als die alten. Das hätte man schon bei der Ausschreibung für die neuen Busse gewusst, dass es da zu Schwierigkeiten mit der Bodenfreiheit kommen kann.

Neue Route für Busse getestet

Schon bei der neuerlichen Sperre der Brücke, die zwei Tage in Anspruch nahm, wurde eine neue Route für den Bus ausgetestet: Sie führt über die Leopold- und Franz-Rumpler-Straße durch die Hermannstraße auf den Kardinal-Piffl-Platz. Das sei gut angenommen worden, hätte sich bewährt und könnte die neue Stadtbus-Streckenführung sein.

Die Politik würde nun überlegen, die neue Route fix beizubehalten. „Damit hätte man zwei Fliegen auf einen Schlag: Eine bessere Route für den Stadtplatz und die Schonung der historischen Brücke“, hört man aus der Pressestelle des Rathauses.

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