Radlobby Klosterneuburg lud zur Radparade ein

Viele Räder & ein Einhorn: 150 Radfahrer folgten der Einladung der Radlobby Klosterneuburg. Neben Vorträgen gab es abschließend eine gemeinsame Parade durch die Babenbergerstadt.

NÖN Redaktion Erstellt am 17. September 2021 | 04:36
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Etwa 150 Radfahrer, darunter auch zahlreiche Kinder und so mancher Stadtpolitiker, radelten bei der zweiten Radparade mit. Sicherheit im Straßenverkehr und ein Umdenken in Sachen Mobilität waren in diesem Jahr die Kernthemen der diesjährigen Radparade.
Foto: Michael Filippovits/Radlobby Klosterneuburg

Die immer dringlicheren Warnungen der Wissenschaft vor der Klimakatastrophe und die mangelnde Sicherheit für Radfahrende waren die Kernthemen bei der Veranstaltung von Radlobby Klosterneuburg, Verkehrswende Tulln– Klosterneuburg (TUKG) und Parents for Future Klosterneuburg. Rund 150 Radfahrer, darunter zahlreiche Kinder und sechs Stadtpolitiker, fuhren am 11. September eine Stunde lang durch die Stadt, um ein Zeichen für nachhaltige Mobilität zu setzen.
Neben konventionellen Fahrrädern und E-Bikes waren auch mehrere Transporträder, ein Tandem, ein Tallbike und ein Radanhänger mit Plüsch-Einhorn und Teddybär mit dabei. Auch die Stofftiere trugen Fahrradhelme als Symbol für den dringenden Bedarf an einer sicheren Radverkehrsinfrastruktur für Jung und Alt.

Radnetzausbau und strengere Gesetze

Klaus Robatsch vom Kuratorium für Verkehrssicherheit verwies auf das hohe Unfallrisiko für Radfahrende und unterstrich den Bedarf nach einem lückenlosen Radverkehrsnetz, um die Zahl der Verletzten und Toten zu senken. Der Verkehrsexperte Ulrich Leth, Universitätsassistent an der TU Wien und Sprecher von „Platz für Wien“, betonte die Dringlichkeit der Verkehrswende. Er appellierte an die Politik, drastische Schritte zu ergreifen.

Ins selbe Horn stieß Werner Palfinger, Sprecher der Radlobby Klosterneuburg. Er berichtete über die bisherigen Aktivitäten der Radlobby, darunter zwei Radparaden, das vorjährige Herbst-Anradeln mit der Lokalpolitik, das umfangreiche Positionspapier und die zahlreichen politischen Gespräche.

„Wir haben acht Leuchtturmprojekte für den Radverkehr in Klosterneuburg identifiziert und der Stadtregierung, allen voran Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager, präsentiert. Jedes Jahr sollen eines dieser großen und mehrere kleine Projekte umgesetzt werden“, erklärt Palfinger. Eines dieser Leuchtturmprojekte ist der Hagentalradweg, für den sich die Radlobby gemeinsam mit der Verkehrswende Tulln–Klosterneuburg (TUKG) einsetzt.