Baustart für Hangbrücke frühestens im Sommer. Die Arbeiten an der Heiligenstädter Hangbrücke in Klosterneuburg müssen neu ausgeschrieben werden. B 14-Sanierung verzögert sich.

Von Claudia Wagner. Erstellt am 02. April 2020 (04:02)
Die B 14 liegt auf der 1973 erbauten Heiligenstädter Hangbrücke auf. Die geplante Gesamtinstandsetzung muss verschoben werden: Frühestens im Sommer 2020 wird mit den Bauarbeiten begonnen. In der rund zweijährigen Bauphase ist mit Verzögerungen für Pendler zu rechnen. Wagner
Claudia Wagner

Im Dezember 2019 hätten die Arbeiten an der Heiligenstädter Hangbrücke ursprünglich beginnen sollen. Der Baustart wurde auf April verschoben – verzögert sich aber wiederum. Der Grund: „Inakzeptable Angebote“ der Baufirmen.

„Die Ergebnisse der Ausschreibung für die Bauleistungen waren von der Höhe der Angebote her nicht im erwarteten Rahmen und daher nicht zu akzeptieren“, erklärt Hermann Papouschek, Leiter der Abteilung Brückenbau und Grundbau der Stadt Wien. „Deshalb haben wir uns für eine Neuausschreibung mit geänderten Rahmenbedingungen entschieden, um damit wirtschaftlich vertretbare Ergebnisse zu erzielen.“

Gleicher Plan, neuer Zeitpunkt

Die für rund zwei Jahre angesetzten Bauarbeiten starten frühestens im Sommer 2020 – auf Basis der Vorbereitungs- und Sicherungsarbeiten, die bereits in den Semesterferien durchgeführt wurden. Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager betont: „Für Klosterneuburg ist weiterhin klar: Alle in enger Abstimmung mit Wien geplanten Maßnahmen bleiben aufrecht, nur der Zeitpunkt ändert sich.“

Verkehrsstadtrat Johannes Kehrer begleitet das Projekt bereits seit Jahren intensiv: „Die Neuausschreibung aufgrund nicht zufriedenstellender Angebote ist zu respektieren. Ein Baustart in den Sommerferien hat aber auch Charme, da sich die veränderte Verkehrsführung bei dem geringeren Verkehrsaufkommen einpendeln kann.“

„Die Neuausschreibung aufgrund nicht zufriedenstellender Angebote ist zu respektieren."

Es ist damit zu rechnen, dass sich die Bauverzögerung deutlich auf den Zeitpunkt der Fertigstellung auswirken wird. Aber: „Es ist nicht zielführend, jedes Angebot zu akzeptieren, nur um den Terminplan einzuhalten. Denn letztlich geht es um die verantwortungsvolle und sparsame Verwendung von Steuergeld“, so Abteilungsleiter Papouschek. Der geplante Bau einer Behelfsbrücke für den Radverkehr zwischen Hafenbegleitdamm und Kuchelauer Hafenstraße wird an die neuen Voraussetzungen zeitlich angepasst. Die Verzögerung der Instandsetzung wird zu keinen unmittelbaren Sicherheitsrisiken führen, versichert die MA29. Die Hangbrücke wird verdichtet geprüft, allfällige Veränderungen können zeitnah bewertet werden.