Gratulationen von allen?

Klosterneuburgs Gemeinderat Mohl will, dass alle Mandatare Jubilar-Besuche übernehmen.

Erstellt am 20. Oktober 2021 | 04:33
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Gemeinderat Mohl will alle Mandatare bei Ehrengaben einbinden.
Foto: privat

Wenn Bürger runde Jubiläen zelebrieren, feiert die Gemeinde mit: Vier Gratulationsbesuche stehen durchschnittlich am Wochenplan des Bürgermeisters. Andreas Mohl, wilder Gemeinderat auf SPÖ-Ticket, will dem Stadtchef unter die Arme greifen. Sein Vorschlag: Jeder Mandatar übernimmt eine Woche lang den Gratulationsdienst.

Änderung im Prozedere als Anlass für den Antrag

„Die Jubilare bekommen die verdiente Wertschätzung und der Bürgermeister wird entlastet. Die Gemeinderäte machen das sicher gerne“, ist Mohl überzeugt. Seine Rechnung: Mit 41 Mandataren plus sechs Ortsvorstehern wären die Kalenderwochen fast vollständig abgedeckt. Der freie Gemeinderat setzt ebenso auf Schützenhilfe seiner Polit-Kollegen: Sie sollen der Idee in der nächsten Sitzung des Stadtparlaments, am 19. November, zustimmen.

Dem kommenden Dringlichkeitsantrag liegt eine Entscheidung zugrunde, die der Gemeinderat bereits abgesegnet hat: nämlich die Änderung im Übergabe-Prozedere. Demnach sind Gratulations-Besuche grundsätzlich ab dem 95. Geburtstag oder ab 60 Ehejahren vorgesehen, ab dem 90er oder der Goldenen Hochzeit (50 Jahre) nur nach Möglichkeit, sonst postalisch. Mit vereinten Kräften aller hofft Mohl auf eine persönliche Gratulations-Garantie ab dem 90er.

Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager bilanziert das derzeitige System: „Das funktioniert gut. Grundsätzlich werde ich die Ehrungen weiterhin durchführen, sofern es Corona zulässt.“ Man dürfe aber nicht unterschätzen, dass etwa vier Ehrungen pro Woche viel Zeit in Anspruch nehmen – nach momentanem Prozedere helfen die Ortsvorsteher aus. Schmuckenschlager: „Wir werden uns den Antrag ansehen.“

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