Hademar Bankhofer gibt Tipps gegen die Kälte. Klosterneuburgs Gesundheitspapst Hademar Bankhofer erklärt, warum es beim Kälte-Empfinden Geschlechterunterschiede gibt.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 06. März 2021 (03:11)
Gut gerüstet gegen die Kälte: Gesundheitspapst Hademar Bankhofer.
Bankhofer

Der Jahreszeit entsprechend müssen wir jeden Tag mit Kälte rechnen. Da leiden Frauen und Mädchen besonders und werden deshalb öfters von Männern belächelt. Aber: Es gibt sieben Gründe, warum Frauen mehr frieren als Männer, erklärt Hademar Bankhofer.

Frauen können – zum Teil durch den Einfluss ihrer Hormone – nicht so große Depots an speicherfähigen Vitaminen anlegen, besonders das Vitamin E. Gerade dieses Vitamin braucht man in der kalten Jahreszeit. Vitamin E ist nicht kälteresistent. Je tiefer die Temperaturen, desto mehr Vitamin E benötigt der Mensch als „Heizmaterial“, damit im Körper genügend Wärme produziert werden kann. Was also müssen Frauen tun, um den sensiblen Vitamin-E-Spiegel zu stabilisieren?

Ganz einfach: Frauen müssen an kalten Tagen besonders darauf achten, dass Sie mit der Nahrung Vitamin E zuführen. Dazu gehören die Naturprodukte Weizenkeime, Weizenkeimöl, Sonnenblumenöl, Olivenöl, alle Nussarten, aber auch Milchprodukte und fast alle Vollkornprodukte (solange sie nicht eingefroren waren).

Frauen frieren vor allem auch, weil es die Natur so eingerichtet hat. In Hinblick auf die Schwangerschaft muss der Unterleib warm gehalten werden. Wenn es also draußen kalt ist, zieht der Organismus die Wärme von den Gliedmaßen ab, also von den Händen und Füßen. Diese Wärme wird dem Unterleib zugeführt, um ihn vor Kälte zu schützen. Die Folge: Hände und Füße sind schlecht durchblutet und frieren.

Außerdem sind Frauen dünnhäutiger. Ihre Haut reagiert viel schneller auf Kälte. Wenn ein Mann und eine Frau in der kalten Jahreszeit nebeneinander herlaufen, dann kann man davon ausgehen, dass die Temperatur in der Haut der Frau sehr oft um etwa 3 Grad Celsius niedriger ist als beim Mann. Damit ist für die Frau das Frieren vorprogrammiert. Die Oberhaut des Mannes ist um 15 Prozent dicker. Bei Kälte verengen sich die Blutgefäße in der Haut. Die Durchblutung wird reduziert. Die Körpertemperatur sinkt. Das geschieht in der dünneren Haut rascher.

Früher hatten Frauen mehr Rundungen, heute gibt es viel mehr schlanke Frauen. Die korpulenteren Damen aus vergangenen Zeiten hatten durch den höheren Fettanteil eine bessere Wärmeisolation als Männer.

Außerdem muss man wissen: Je mehr Muskeln jemand hat, desto besser funktioniert der Stoffwechsel und damit auch die Wärmeproduktion. Statistisch gesehen besteht der männliche Körper aus 40 Prozent Muskeln und nur 10 Prozent Fett. Bei den Frauen sind es etwa bloß 25 Prozent Muskeln und 25 Prozent Fett. Das Fett wirkt als Isolation vor der Kälte, doch die Wärme wird von den Muskeln produziert.

Frauen haben öfter als Männer Schilddrüsenprobleme. Bei einer Unterfunktion der Schilddrüse fährt der Stoffwechsel langsamer, und die Wärmeproduktion wird gedrosselt.

Frauen leiden auch öfter an einem zu niedrigen Blutdruck. Auch das verstärkt das Kälteempfinden.