Wirtschaft will Brücke über die Donau. WK-Obmann Fuchs fordert Donaubrücke zwischen Stadt und Korneuburg.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 13. Februar 2019 (05:26)
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Mit der Heiligenstädter Hangbrücke findet der Obmann der Wirtschaftskammer Klosterneuburg Markus Fuchs nicht das Auslangen. Er fordert eine Donaubrücke, die Klosterneuburg und Korneuburg verbindet.

Wie es ab Dezember für zwei Jahre sein wird – dieser Vorgeschmack wurde den Klosterneuburger Autofahrern verwehrt. Die Untersuchungen auf der B14 konnten früher abgeschlossen werden, als geplant. So gab’s die Teilsperre der B 14 nur in den Semesterferien. Dass es aber ab Dezember zum Verkehrs-Gau kommen wird, ist fast jedem bewusst. Auch dem Obmann der Wirtschaftskammer Klosterneuburg Markus Fuchs: „Ich fordere ein umfassendes Verkehrskonzept und die Donaubrücke nach Korneuburg.“

Die geplante Brückensanierung auf der B14 mit einer Sperre von zwei Fahrspuren auf eine Dauer von fast zwei Jahren wird in Klosterneuburg für ein gewaltiges Verkehrschaos sorgen. Auch das seit letztem Jahr dauerhaft verordnete Fahrverbot durch die Kuchelauer Hafenstraße belastet viele Unternehmer, aber auch Pendler zusätzlich.

„Leider ist seitens des zuständigen Verkehrsstadtrates Johannes Kehrer noch immer kein sinnvolles und zukunftstaugliches Verkehrskonzept vorgelegt worden. Dieser beschäftigte sich in den letzten Jahren lieber mit der Anschaffung von überdimensionierten Autobussen und in dem Zusammenhang für die Stadt teuren Umbaumaßnahmen der Haltestellen“, findet Obmann Fuchs seinen Sündenbock. Das alleine werde das Problem aber leider nicht lösen. „Ich fordere daher Stadtrat Kehrer auf, sich mit den zuständigen Personen in Wien zusammenzusetzen und endlich ein Verkehrskonzept zu präsentieren.“

„Was unternimmt man, wenn ein Gefäß verstopft ist? Man legt einen Bypass!“ Markus Fuchs, Obmann der WK Klosterneuburg

Die B14 sei - mit fast 40.000 Autos pro Tag - die wichtigste Verbindung zwischen Klosterneuburg und der Großstadt Wien und die Halsschlagader der Klosterneuburger Wirtschaft. Fuchs: „Und was unternimmt man, wenn so ein Gefäß verstopft ist? Man legt einen Bypass!“ Daher sei die Schaffung einer realistischen und zukunftsweisenden Alternative absolut notwendig.

Fuchs fordert daher die Politik auf, das Projekt der Donaubrücke nach Korneuburg wieder aufzunehmen und mit Nachdruck konstruktiv zu verfolgen: „Ich bin mir sicher, dass eine Brücke zwischen Klosterneuburg und Korneuburg eine wesentliche Verkehrsentlastung bringen wird. Andererseits bedeutet sie aber auch eine massive Stärkung unseres Wirtschaftsstandortes Klosterneuburg.“

Stadtrat Kehrer (PUK) ist verwundert, dass dieses Thema über die Medien ausgefochten wird und nicht im persönlichen Gespräch: „WK-Obmann Fuchs wüsste dann nämlich, dass wir bereits in Planung für die Begleitmaßnahmen während der B14-Sperre sind.“ Es wären mit Wien schon Gespräche geführt worden. Auch eine Verkehrssimulation wird durchgeführt und mit dem Bürgermeister generelle Strategien vereinbart. Kehrer: „Das Maßnahmenpaket wird zeitgerecht präsentiert.“

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