Stimmen zur Steuerreform: „Wichtiger & notwendiger Beginn“

Zwar wurde die Steuerreform von anderen Themen überschattet, aber dennoch wird sie von Klosterneuburger Politikern diskutiert.

Erstellt am 17. Oktober 2021 | 05:56
Klosterneuburgs Politiker - Stimmen zur Steuerreform: „Wichtiger & notwendiger Beginn“
Von links nach rechts: Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager (ÖVP) sieht in der Reform Vorteile für Klosterneuburger. Stadtrat Sepp Wimmer (Grüne) sieht in der Reform einen guten ersten Schritt in die richtige Richtung. Für Stadtrat Josef Pitschko (FPÖ) stellt sich vor allem die Frage nach der Finanzierung der Reform.
Foto: ÖVP (Schmuckenschlager), Grüne (Wimmer), Zwazl (Pitschko)

In den letzten Tagen ist sie fast gänzlich aus dem Blickpunkt der Österreicher verschwunden: die Steuerreform, die ÖVP und Grüne vor etwas mehr als einer Woche beschlossen haben. Auch wenn es momentan – gerade in der Innenpolitik – andere Themen gibt, wird die Steuerreform auch von Klosterneuburger Politiker diskutiert und kommentiert.

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Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager (ÖVP) sieht in der Reform Vorteile für Klosterneuburger.
ÖVP

„Jeder Schritt für eine Besteuerung mit Lenkungseffekten für mehr Klimaschutz ist absolut zu begrüßen! Am Ende tragen immer alle als Kollektiv die Kosten dafür. Mit dem vorausschauenden Ausbau der Fernwärme in Klosterneuburg bieten wir tausenden Haushalten bereits heute, die Möglichkeit auf alternative Energiequelle umzusteigen“, sieht Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager (ÖVP) Vorteile für Klosterneuburger.

„Gegenfinanzierung nicht erkennbar“

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Stadtrat Sepp Wimmer (Grüne) sieht in der Reform einen guten ersten Schritt in die richtige Richtung.
Grüne

Ähnlich positiv sieht Stadtrat Sepp Wimmer (Grüne) die Wirkung, die sich aus der Steuerreform ergeben soll: „Mit der jetzigen Steuerreform ist endlich der wichtige und notwendige Beginn gemacht worden, mit der CO² Bepreisung die Bekämpfung der Klimaproblematik anzugehen. Die ist einmal ein wichtiger erster Schritt.“

Allerdings müsse in Zukunft noch viel intensiver an der Stellschraube der Bepreisung des schädlichen CO₂-Schadstoff-ausstosses gedreht werden.

Im Gegensatz zu Schmuckenschlager und Wimmer ist Stadtrat Josef Pitschko (FPÖ) alles andere als glücklich mit der Steuerreform.

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Für Stadtrat Josef Pitschko (FPÖ) stellt sich vor allem die Frage nach der Finanzierung der Reform.
Zwazl

„Für mich ist nicht nachvollziehbar, wie diese ,ökosoziale’ Steuerreform von dem durch Rekordverschuldung gekennzeichneten Staatshaushalt verkraftet werden soll! Die Lohnsteuer soll gesenkt, der Familienbonus erhöht, ein Klimabonus eingeführt und die Einnahmen aus der C0₂-Bepreisung den Steuerzahlern zurückgegeben werden. Eine Gegenfinanzierung der angekündigten Steuergeschenke durch Senkung der Staatsausgaben ist nicht erkennbar.“