Sechstes Mitglied der Academia Europaea ernannt. Neurowissenschafter Csicsvari als IST Austria-Professor in die pan-europäische wissenschaftliche Gesellschaft aufgenommen.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 10. November 2019 (03:19)
Neurowissenschafter Jozsef Csicsvari ist der sechste Professor des IST, der in die Academia Europaea aufgenommen wurde.
IST

Jozsef Csicsvari forscht im Bereich der systemischen Neurowissenschaften: Lernprozesse und Gedächtnisbildung, insbesondere in der Gehirnregion des Hippocampus, sind dabei sein Hauptinteresse. Nun ernannte ihn die Academia Europaea aufgrund seiner bisherigen akademischen Leistungen offiziell zum Mitglied in der Sektion Physiologie und Neurowissenschaft.

Jozsef Csicsvaris kam 2011 als einer der ersten Professoren ans IST Austria in Klosterneuburg. Seine wissenschaftliche Karriere begann er an der Rutgers Universität, USA, wo er nach seinem PhD-Abschluss 1999 als Postdoc und Forschungsassistent bis 2003 beschäftigt war. Die darauffolgenden Jahre war er Gruppenleiter und Senior Scientist in der Medical Research Council’s Anatomical Neuropharmacology Unit der Universität Oxford, Großbritannien.

Csicsvari und seine Forschungsgruppe untersuchen, wie Lernen zur Gedächtnis- und Erinnerungsbildung führt. Über die Aufzeichnung der Neuronenaktivität in unterschiedlichen Regionen des Gehirns im Laufe von Lernphasen sowie während des Schlafes will seine Forschungsgruppe herausfinden, wie neuronale Schaltkreise Informationen verarbeiten und räumliche Erinnerungen zustande kommen.

Professor Csicsvari über die Ernennung: „Ich fühle mich sehr geehrt durch die Aufnahme in die Academia Europaea. Für mich ist es eine große Anerkennung meines bisherigen Beitrags zum Forschungsfeld der Neurowissenschaften.“

Dabei sind neben Jozsef Csicsvari bereits fünf weitere IST Austria-Professoren Mitglieder der Academia Europaea: der Computerwissenschafter und IST Austria-Präsident Thomas Henzinger, die Neurowissenschafter Ryuichi Shigemoto und Peter Jonas sowie die Mathematiker Herbert Edelsbrunner und László Erdős.