Photovoltaik-Offensive im Strandbad Klosterneuburg. Im Strandbad ging mit 81 Kilowattpeak die größte PV-Anlage der Stadtgemeinde ans Netz. Ein weiterer Schritt, das Energiekonzept der Stadt umzusetzen.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 24. Juli 2021 (04:43)
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Umweltgemeinderat Stadtrat Leopold Spitzbart (l.) und Vizebürgermeister und Energieeffizienzstadtrat Roland Honeder freuen sich auf dem Dach der Umkleidekabinen über die 19. PV-Anlage.
Stadtgemeinde Klbg., Stadtgemeinde Klbg.

Rechtzeitig zum Saisonstart im Strandbad ging die neue Photovoltaik-Anlage am 3. Mai in Betrieb. Letzte Woche nutzten Vizebürgermeister und Energieeffizienzstadtrat Roland Honeder und Umweltgemeinderat Stadtrat Leopold Spitzbart die ersten Ferientage und die gelockerten Covid-19-Maßnahmen, um sich vor Ort ein Bild zu machen.

2012 wurde das Energiekonzept der Stadtgemeinde verabschiedet. Seither setzt die Stadt den in den letzten Jahren eingeschlagenen Weg der Photovoltaik-Offensive konsequent fort.

„Wenn man bedenkt, dass allein die Pumpentechnik im Bad einen jährlichen Strombedarf von rund 100.000 Kilowattstunde hat, so ist die Entscheidung, diesen Strom am Dach selbst zu erzeugen, absolut richtig

Im Strandbad wurde nun die 19. PV-Anlage in Betrieb genommen. Auf den Dächern der Umkleidekabinen und des Geräte-Bunkers wurde mit 81 Kilowattpeak (kWp) zugleich auch die größte PV-Anlage auf einem Dach der Stadtgemeinde errichtet. Honeder: „Schon im Winter wurden die zwei Dächer mit einem Erdkabel, einer sogenannten Energiespange, verbunden.“ Und auch Umweltgemeinderat Stadtrat Leopold Spitzbart freut sich: „Wenn man bedenkt, dass allein die Pumpentechnik im Bad einen jährlichen Strombedarf von rund 100.000 Kilowattstunde hat, so ist die Entscheidung, diesen Strom am Dach selbst zu erzeugen, absolut richtig.“

Die von der Klosterneuburger Firma Gutenthaler errichtete PV-Anlage ist als Überschusseinspeisung konzipiert. Das bedeutet, dass der nicht im Bad verbrauchte Strom ins öffentliche Netz verkauft wird. Auch wurde bei der Planung darauf geachtet, dass eine Erweiterung möglich ist. Honeder abschließend: „Wir setzen das Energiekonzept der Stadt Schritt für Schritt um und verdienen auch noch gutes Geld für die Stadt.“ Die gesteigerten Einnahmen und geringeren Ausgaben kämen allen Bürgern zugute, da die Stadt somit laufend in die Verbesserung ihrer Leistungen investieren könne, wie zum Beispiel in den Neubau der Terrasse des Strandbades ab dem heurigen Herbst.