Klosterneuburg bekommt fixe Teststraße. Die Corona-Ereignisse überschlagen sich. Zur Lage in der Stadt bat die NÖN Bürgermeister Schmuckenschlager zum Gespräch.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 20. Januar 2021 (04:33)
Verspricht eigene Teststraße: Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager.
Monihart

Jetzt ist die Verlängerung des Lockdowns fix. Einmal bis 8. Februar. Der Lichtstreif am Horizont: Impfungen starten. Begleitend setzt die Regierung auf weitere Massentest. Letztes Wochenende ging in der Stadt der zweite über die Bühne. Wie geht es vor Ort weiter? Die NÖN sprach mit Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager.

NÖN: Die Gemeinden sind zurzeit auch nicht zu beneiden. Nebeneinem strengen Sparkurs wegen fehlender Steuereinnahmen sind zur üblichen Arbeit die Abwicklung von Tests gekommen. Wie geht es in Klosterneuburg damit?
Schmuckenschlager: Ehrlich gesagt bin ich wahnsinnig stolz. Niemand hätte diese Pandemie gebraucht, aber sie zeigt uns jetzt deutlich, dass wir ein sehr gutes Zusammenspiel von Einsatzkräften, Verwaltung, Politik und Freiwilligen haben. Die Massentests haben von der Organisation bis zur Durchführung reibungslos funktioniert. Dabei gab es eine klare und gute Organisationsstruktur vom Krisenstab abwärts ohne irgendwelche hierarchischen Spielchen. Jeder nimmt die Verantwortung dort wahr, wo sie oder er gerade gebraucht wird.

Ja, so eine dauerhafte Teststraße ist in Planung und steht kurz vor der Umsetzung

Neben den Massentest wird der Ruf nach einer permanenten Teststraße immer lauter! PUK und Mohl fordern sie. Wird es so etwas auch bei uns geben?
Ja, so eine dauerhafte Teststraße ist in Planung und steht kurz vor der Umsetzung. Ich will hier aber keinen politischen PR-Wettlauf starten. Bereits die Vertreter von NEOS und SPÖ haben im Krisenstab diese Einrichtung gewünscht, und nun gibt es auch die Rahmenbedingungen, die es möglich machen. Es ist sinnvoll, und mit der Ausweitung dieser Angebote wird nun auch bei uns ein laufendes Testen möglich sein.

Letzte Woche war in Klosterneuburg der Impfstart. Klinikum und Altenheime sind dabei vorgezogen worden. Wie sieht der Impfablauf für die Bürger aus?
Die Verabreichung des Impfstoffes erfolgt nach klaren Prioritäten. Zunächst die Heime und Krankenhäuser mit den besonders gefährdeten Menschen. Die erste große Welle an freien Impfungen erfolgt für die Menschen, die älter als 80 sind. Das soll neben dem direkten Schutz auch eine Entlastung für die Spitäler bewirken.

Die Verabreichung des Impfstoffes erfolgt nach klaren Prioritäten

Wie kommt man zur Impfung?
Zunächst muss man sich anmelden. Unter www.impfung.at kann man sich dafür registrieren. Im Rathaus bieten wir auch eine Hotline unter 02243/444/238 zur Hilfe an, für jene, die keine Internetanmeldung durchführen können. Es ist wichtig, dass sich alle anmelden, unabhängig von der Altersgruppe. Danach erfolgt von der Organisation Notruf NÖ die Zuteilung.

Wo finden die Impfungen statt?
Hier sind wir im Austausch mit den Behörden und zuständigen Ärzten. Geplant ist ein erster Impfschwerpunkt am 12. und 13. Februar. Als Ort bieten wir die Babenbergerhalle an und stehen als Stadtgemeinde für Unterstützung bereit. Derzeit laufen dazu noch die Planungen.

Ich habe das Glück, keiner Risikogruppe anzugehören, und zähle somit zu jenen, die später dran kommen

Wann wird der BGM geimpft?
Ich habe das Glück, keiner Risikogruppe anzugehören, und zähle somit zu jenen, die später dran kommen. Bislang blieb ich von einer Ansteckung verschont und werde weiter achtgeben. Ich freue mich aber, wenn ich dank der medizinischen Leistungen den ersehnten Schutz erhalte.