Fitness oder Diät: Weg mit dem Speck. Mit Fitness-Training ist eine Diät meistens nicht mehr notwendig.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 25. April 2019 (04:00)
Hornstein
Clubmanager Willi Ruiss führt das „Stars Fitness“ in Klosterneuburg. Er schwört auf regelmäßiges Training im Fitness-Studio als Schlankmacher.

Ostern ist vorbei, und die Menge an kulinarischen Sünden lässt viele ans Abnehmen denken.

Das digitale Markt- und Meinungsforschungsinstitut „Marketagent.com“ hat in seiner unlängst veröffentlichen Studie über die Körperzufriedenheit der Österreicher auch die beliebtesten Strategien zur Gewichtsreduktion sowie die herrschende Meinung zum Thema Diäten in Österreich näher unter die Lupe genommen. Gleich zu Beginn vorweg: Österreich möchte in Summe um 44.000 Tonnen leichter werden.

Nur etwa vier von zehn Österreichern sind mit ihrem Gewicht zufrieden, ein Drittel ist im Gegensatz dazu unzufrieden. 55 Prozent der österreichischen Bevölkerung gelten nach der BMI-Klassifikation als übergewichtig oder adipös.

„Mit dem Gewicht steigt auch die Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper“, führt Thomas Schwabl, Geschäftsführer von Marketagent.com, aus. „Bei Übergewicht sind 41 Prozent, bei Adipositas sogar 70 Prozent der Betroffenen unzufrieden mit dem eigenen Körpergewicht“, so der Marktforscher weiter.

Um die ungeliebten Fettpölsterchen loszuwerden und das Gewicht zu reduzieren, gelten Sport (89%) und eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten (86%) klar als beste Strategien. Diäten und Fasten werden ebenfalls von 37 Prozent der Befragten als sinnvoll eingeschätzt. Im direkten Vergleich von Sport und Diät als Maßnahmen zur Gewichtsabnahme geht die Sportausübung als klarer Sieger hervor.

Körperliche Betätigung langsam starten

„Wenn jemand sehr fettleibig ist, steht die Ernährungsumstellung an erster Stelle. Mit körperlicher Betätigung sollte man nur allmählich anfangen“, weiß Clubmanager Willi Ruis, Experte vom „Stars Fitness“-Team in Klosterneuburg. Für normal Übergewichtige wäre es natürlich auch möglich, mit der passenden Ernährung Gewicht zu reduzieren. „Der Nachteil daran ist ein schlaffes Gewebe und fehlende Muskulatur“, so Ruiss weiter. Zwei bis drei Mal in der Woche Fitness-Trainig würde völlig ausreichen. Das damit erlangte positive Körpergefühl stillt auch den Heißhunger. „Ich sage immer, machen Sie beim Training keine Diät, sondern warten Sie ab, wie Sie sich fühlen“, so der Fitness-Experte.

Für Ruiss ist der Zucker der Fugurenkiller. Mit ein bisschen gutem Willen wäre aber auch das in den Griff zu bekommen: „Lebensmittel sind heutzutage alle sehr gut angeschrieben. Es steht überall drauf, was drin ist.“

Fitness-Studios boomen derzeit. Das gilt auch für das Stars Fitness in Klosterneuburg. 2005 gegründet, gibt es aktuell über 2.500 Mitglieder. Besonders die ältere Generation bedient sich des Fitnessangebots. Warum, das weiß Ruiss ganz genau: „Es funktioniert. Und das fällt anderen auch auf.“

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