Sein Lebensweg. Glückwünsche / Das Stift Klosterneuburg feierte am Sonntag den 70. Geburtstag seines Propstes. Hunderte Gratulanten machten seine große Beliebtheit mehr als deutlich.

Erstellt am 09. Januar 2013 (00:00)
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Mit 70 Jahren ist noch lange nicht Schluss. Abtprimas Bernhard Backovsky denkt noch lange nicht an Ruhestand.NÖN
KLOSTERNEUBURG | Mit dem Wahlspruch „In caritate servire“, also „In Liebe dienen“, stellte sich vor 18 Jahren Abtprimas Bernhard Backovsky der Wahl zum 66. Propst des Stifts Klosterneuburg. Auf der Einladung zu seiner Feier zum 70. Geburtstag steht „Ich wollte immer nur mit Euch sein“.
Genau diesen Eindruck vermittelte die Geburtstagsfeier am Sonntag, 6. Jänner. 1.000 Gäste stehen in der doch recht großen Stiftskirche Schulter an Schulter, um die Messe zu Ehren von Abtprimas Backovsky mitzuerleben. Mit „nur“ rund 820 geladenen Gästen feierte der Abtprimas in der „Gastmeisterei“ weiter. Viele Reden werden gehalten, und viele Orden und Vereine wollten dem Abtprimas ihre Glückwünsche überbringen.

Ein Lied zu Ehren des Geburtstagskindes

Besonders viel Mühe haben sich damit die Damen und Herren aus dem Bregenzer Wald gemacht. Sie erschienen nicht nur in der Bregenzer Wäldertracht, sondern dichteten zu seinen Ehren auch ein Lied und freuen sich schon auf seinen nächsten Urlaub in der „zweiten Heimat“ Lingenau. Nicht umsonst wählte Abtprimas Backovsky bei seinem Eintritt in das Stift Klosterneburg den Namen Bernhard in Anlehnung an Bernhard von Menthon, Schutzpatron der Alpenbewohner und Bergsteiger. Vertreter aus Politik und Kultur, Prominente sowie Vertreter der Kirche und Vereine wie die Freiwillige Feuerwehr und die Stadtkapelle Klosterneuburg fanden Einlass in die „Gastmeisterei“.

Neuerungen in der „Ära Backovsky“

Erstmals in seiner Geschichte gab sich das Stift in der „Ära Bernhard Backovsky“ ein Sozialstatut und wurde weltweit auf humanitärem Gebiet aktiv: Für die Straßenkinder Rumäniens, Moldawiens, aber auch Indiens und in Honduras, für Kranke im Südsudan und sexuell missbrauchte Mädchen auf den Philippinen ist das Stift Klosterneuburg unter Abtprimas Backovsky ein treuer Helfer geworden. Seine wichtigsten Anliegen als Abtprimas lauten nicht umsonst: Öffnung des Stifts, Gemeinschaftsleben, Pfarrseelsorge und die Weiterführung der Anliegen des Pius Parsch betreffend „Bibel und Liturgie“.
Seine Amtszeit steht heute schon für die Öffnung des Hauses: Das Stift wurde unter seiner Ägide zum Ort der Begegnung auf diplomatischem Gebiet genauso wie auf kulturellem: Staatsbesuche und EU-Treffen gehören genauso dazu wie der St. Leopold Friedenspreis, STIFTetKUNST, die neue Galerie der Moderne und eine internationale Konzertreihe.
Wichtige Auszeichnungen wie das Goldene Komturkreuz des Ehrenzeichens für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich und das Große Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich erhielt Abtprimas Backovsky 2006 und 2010, unter anderem für die Unterstützung des Stifts für Straßenkinder in Rumänien.
Unmittelbar nach der Übernahme der Leitung des Stiftes begann eine umfangreiche Reform der Betriebe, die ja die wirtschaftliche Basis des Hauses darstellen. Die Generalrenovierung des Stiftes wurde so zügig durchgeführt, dass sie sogar vor der 900-Jahr-Feier fertig wird.

Sein Lebensweg

• 2. Jänner 1943 - geboren als Hermann Backovsky in Wien

• Aufgewachsen in Kierling /Klosterneuburg, das damals zu Wien gehörte

• 1961 - tritt nach der Matura mit seinem Bruder Ferdinand in das Stift Klosterneuburg ein

• 27. März 1967 - empfängt das Sakrament der Priesterweihe

• 1967-1982 - Kaplan in Korneuburg und Floridsdorf

• 14. Dezember 1995 - Wahl zum 66. Propst des Stifts Klosterneuburg

• 2005 - Wiederwahl zum Propst des Stifts Klosterneuburg

• 19. Oktober 2010 - Wahl zum Abtprimas der Augustiner-Chorherren in Rom