4.995 Klosterneuburger mit persönlichem Favoriten. Wohin gingen die vielen Vorzugsstimmen? Die meisten (1.662) streiften der Bürgermeister und Ortsvorsteher Fanta ein.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 05. Februar 2020 (04:02)

41 Mandate waren bei der Gemeinderatswahl am 26. Jänner 2020 zu vergeben. 189 Personen stellt sich dem Kampf um die 41 Mandate. Wer die Sitze im Gemeinderat für die nächsten fünf Jahre innehaben wird, ist nun zum Teil mithilfe der Vorzugsstimmen abgeklärt.

ÖVP (18 Mandate)

Die ÖVP setzt auf ein eigenes Vorzugsstimmensystem. Nicht die Reihung der Kandidatenliste bestimmt den Einzug ins Gemeindeparlament, sondern die Anzahl der Vorzugsstimmen. Allerdings will man sich der Gefahr der Vorzugsstimme nur begrenzt aussetzen. 13 Kandidaten wurden im Vorfeld als Fixplätze bestimmt. Alle anderen mussten um ihren Gemeinderatsplatz Vorzugsstimmen sammeln.

Die Fixplätze sind: Schmuckenschlager Stefan (931), Honeder Roland (140), Havel Florian (99), Eder Maria-Theresia (86), Herbrüggen Holger (71), Spitzbart Leopold (65), Probst Barbara 65, Kaufmann Christoph (59), Eckl Konrad (59), Danninger Katharina (40), Bachmann Peter (30), Pöschl Verena (23) und Presle Markus (9). Die fünf restlichen Mandate werden nach der Reihung der Vorzugsstimmen aufgeteilt. Das sind: Fanta Johann (231), Fuchs Markus (93), Hauser Wilhelm (87) Schulz Christopher (81) und Cernusca Matthias (80). Wenn Johann Fanta das Gemeinderatsmandat aufgrund seiner Funktion als Ortsvorsteher in Kierling nicht annimmt, dann rückt Michael Müller-Fembeck mit 66 Vorzugsstimmen als 18. Kandidat nach.

Die Grünen (9 Mandate)

Vorzugsstimmen haben bei den Grünen keinerlei Einfluss auf den Einzug in den Gemeinderat. Die Reihung der Kandidatenliste bestimmt die Mandatare. Folgende neun Kandidaten sitzen daher im Gemeinderat: Wimmer Josef (165), Eschlböck Jacqueline (11), Edtmayer Johannes (57), Feistauer Eva-Maria (8), Stattin Christoph (34), Kobrna Ulrike(9), Doppelhofer Regina (3), Finkentey Matthias (23) und Edtmayer lrene (7).

SPÖ (4 Mandate)

Das Gleiche gilt für die SPÖ. Fraktionschef Kar Schmid betont allerdings, dass die Mandatare erst dann offiziell feststehen würden, wenn sie in der Stadtparteisitzung bestätigt würden. Auch müsse jeder Kandidat sein Mandat auch annehmen wollen. Also ziehen Schmid Karl (91), Deim Erich (79), Liegler Norbert (44) und Mohl Andreas (46) in den Gemeinderat ein, wenn das Parteigremium nichts anderes beschließt.

PUK (4 Mandate)

Auch bei der PUK sind die vier Personen, die die Liste anführen auch die, die in den Gemeinderat einziehen. Das sind: Kehrer Johannes (184). Arrieta Teresa (28), Hehberger Stefan (60) und Beer Elisabeth (8).

NEOS (3 Mandate)

Auch bei den NEOS gibt es keine Überraschungen. Mit Spitzenkandidat Ableidinger Clemens (30, Wirl Walter (15) und Djawadi Darius (98) ziehen die drei Erstgereihten der Liste ein. Überraschend sind die vielen Vorzugsstimmen von Darius Djawadi. Mehr als drei mal so viele wie der Spitzenkandidat.

FPÖ (2 Mandate)

Für den Wahlverlierer, die FPÖ, ist die Auswahl der Gemeinderäte für die nächsten fünf Jahre denkbar leicht. Die beiden Spitzenkandidaten Pitschko Josef (151) und Eistert Susanne (27) werden die FPÖ-Plätze einnehmen. Wobei die Anzahl der Vorzugsstimmen von Josef Pitschko beachtlich ist. In der Relation zu den Gesamtstimmen pro Partei steigt Josef Pitschko mit 837 FPÖ-Stimmen zu 151 Vorzugsstimmen im Vergleich zu Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager – 5.943 ÖVP-Stimmen zu 931 Vorzugsstimmen – besser aus.

LPH (1 Mandat)

Das eine Mandat hat Peter Hofbauer mit seinen 23 Vorzugsstimmen verteidigt. Der rüstige 80-Jährige wird als ältester Mandatar die konstituierende Sitzung leiten.