Generationenwald für den Naturraum Klosterneuburg. Stadtgemeinde und Universal Versand sichern die Zukunft des Naturraumes in Klosterneuburg.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 17. April 2019 (04:00)
Stadtgemeinde Klbg/SchuhE
Ein nachhaltiges Großprojekt für den Klosterneuburger Erholungsraum: Was das Eschentriebsterben zerstörte, wächst als Generationenwald nach.

Die Stadtgemeinde Klosterneuburg errichtet gemeinsam mit den Volksschulen und dank finanzieller Unterstützung von Universal Versand einen Generationenwald. Damit können nicht nur Waldflächen für die Zukunft gesichert, sondern auch Naturerfahrungen und Umweltbewusstsein vermittelt werden. Derzeit werden die ersten Bäume ausgepflanzt.

6.000 Bäume werden insgesamt ausgepflanzt – und zwar auf einer Fläche von rund 3,3 Hektar im Waldbesitz der Stadt, die aufgrund des Eschentriebsterbens neu aufgeforstet werden müssen. Diese Auspflanzungen dienen vor allem dazu, eine ökologisch wertvolle und nachhaltige Entwicklung dieser Waldflächen mit Wertholzgehölzen zu gewährleisten.

Ein Bäumchen für jedes Schulkind

Die neuen Bäume wurden so ausgewählt, dass sie als Nahrung für Insekten und somit der Artenvielfalt dienen. Pro Sorte werden 1.000 Stück gepflanzt – allesamt heimische Baumarten: Traubeneiche, Stieleiche, Roteiche, Bergahorn, Spitzahorn, Vogelkirsche.

Die insgesamt rund 33.000 Quadratmeter sind auf drei Teilflächen in der Katastralgemeinde Kritzendorf beim Hoheneggersteig, im Revier Redlinger (Redlingerhütte) und entlang der Haschhofstraße in Kierling.

Für jedes Schulkind aus Kritzendorf und Höflein wird ein Baum im Generationenwald gepflanzt. Die Kinder sollen dabei nicht nur bei der Pflanzung mitwirken, sondern auch das Aufwachsen der Bäume begleiten und erleben. Mit dem Generationenwald soll eine nachhaltige und qualitative Entwicklung des Waldes für künftige Generationen gesichert werden.

„Jeder Baum, den man pflanzt, verbindet uns mit der Zukunft und zwingt uns auf die Umwelt zu achten.“ Stefan Schmuckenschlager, Bürgermeister Klosterneuburg

Durch das Projekt Universal-Bäumchen, an dem die Stadtgemeinde Klosterneuburg derzeit teilnimmt, wird ein Teil der Kosten für den Generationenwald vom Universal Versand getragen. Der Universal Versand spendet seit einigen Jahren für jedes verkaufte Haushaltsgerät mit der Energieeffizienzklasse A+++ Gerät ein Baumpflänzchen oder übernimmt pro Baum einen Kostenanteil von bis zu zwei Euro. Die Stadtgemeinde finanziert somit insgesamt rund 82.200 Euro, dem stehen Einnahmen von 12.000 Euro gegenüber.

Einsatz für Klima und Umwelt

Das Projekt „Generationenwald“ ist nur eines von vielen Initiativen, um Bäume zu erhalten und durch das Eschentriebsterben verursachte Schäden zu kompensieren, aber vor allem dem Klimaschutz zu dienlich zu sein.

Vor rund eineinhalb Jahren ist Klosterneuburg dem e5 Klimaschutzprogramm beigetreten. Seit dem Frühjahr 2017 laufen aufgrund des Eschentriebsterbens Arbeiten im Forstbesitz der Stadtgemeinde. Bereits Anfang Juni 2018 wurden zwei Drittel der Bäume im öffentlichen Raum (also Parks und Grünflächen der Stadt) durch die Stadtgärtner nachgesetzt.

Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager kann dieser Aktion nur Positives abgewinnen: „Ich bin froh über diese Initiative, denn jeder Baum, den man pflanzt, verbindet uns mit der Zukunft und zwingt uns auf die Umwelt zu achten.“