Waldbrand in Scheiblingstein sorgte für Großeinsatz. Ein Waldbrand am Exelberg im Ortsteil Scheiblingstein forderte am Sonntagabend mehrere Feuerwehren. Im unwegsamen Gelände war ein Jungwald in Flammen aufgegangen.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 07. April 2020 (09:42)
Der Brandherd befand sich etwa einen Kilometer von einer Straße entfernt, im unwegsamen Gelände des Exelbergs.
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Ein Flurbrand hielt am Sonntag, den 5. April gegen 20 Uhr über 125 Helfer von neun freiwilligen Feuerwehren in Atem. Der Brand befand sich in der Nähe des Funkturms am Exelberg, im unwegsamen steilen Gelände eines Jungwaldes, und wurde mit mehreren Tanklöschfahrzeugen sowie Feuerpatschen und Löschrucksäcken bekämpft.

Ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera aus Wiener Neustadt unterstützte die Einsatzleitung mit Angaben über die genaue Brandausbreitung. Der Feuerschein war von Autolenkern, aber auch von Anrainern im nahen Wien entdeckt worden. Die Notrufe erreichten die Feuerwehren von Klosterneuburg und die Alarmzentrale der Wiener Berufsfeuerwehr, berichtete Franz Resperger vom Landeskommando Niederösterreich.

Innerhalb kurzer Zeit war ein Großaufgebot an Tanklöschfahrzeugen und Mannschaften unterwegs. „Der Anmarsch für die Einsatzkräfte gestaltete sich kräfteraubend. Der Brandherd lag etwa einen Kilometer von der letzten Straße entfernt. Um den Löschangriff vorbereiten zu können, mussten die Helfer einen beschwerlichen Fußmarsch auf sich nehmen“, teilte der Sprecher mit. Nach rund zwei Stunden war das Feuer unter Kontrolle. Es mussten jedoch bis etwa 1.30 Uhr Glutnester gelöscht werden. Zwei Kameraden der FF-Weidlingbach hielten bis in die Morgenstunden Brandwache.

Hohe Brandgefahr wegen Trockenheit

Aufgrund der seit Wochen anhaltenden Trockenheit steige die Gefahr von Waldbränden, fügte Resperger hinzu. „Allein in den vergangenen zwei Tagen mussten die niederösterreichischen Feuerwehren vier Wald- und Wiesenbrände bekämpfen.“ Die Waldböden seien derzeit bis zu 40 Zentimeter tief ausgetrocknet. „Ein kleiner Funke genügt, um Wiesen, Felder oder Wälder in Brand zu setzen. Aus diesem Grund ist bei Spaziergängen im Waldbereich derzeit größte Vorsicht geboten“, betonte Resperger.

Insgesamt waren neun Feuerwehren und 28 Fahrzeuge mit über 125 Einsatzkräften im Einsatz. Außerdem ein Polizeihubschrauber. Unter den Helfern waren: FF Weidlingbach, Kierling, Weidling, Klosterneuburg, Kritzendorf, Königstetten, Kirchbach und BF-Wien sowie das Rote Kreuz Klosterneuburg und die Polizei.