Passage bringt nun mehr Sicherheit. Nach einem knappen Jahr ist der sichere Durchgang von der Hauptstraße zur Löblichgasse und zur Volksschule, durch die Neubau-Anlage, wieder für Fußgänger geöffnet.

Von Julia Schönberg. Erstellt am 16. Februar 2019 (05:06)
Schönberg
Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager legte gemeinsam mit Ortsvorsteher Martin Trat Hand an, um das Schild „Privatgrundstück“ zu entfernen.

Wer die gehsteiglose Enge, von Klosterneuburg kommend vor der Kirche, auf der Hauptstraße bis vor Kurzem umgehen wollte, stieß bei dem einst geplanten Durchgang auf ein Schild, das den Durchgang verbot.

Der Durchgang sollte von der Hauptstraße durch die neue Wohnsiedlung in Richtung Löblichgasse führen. Besonders Schulkinder nutzten diesen sicheren „Schleichweg“ gern. Nun gibt es nach einem knappen Jahr Einigkeit in diesem Fall: Der Weg wurde wieder als Durchgangsweg frei gegeben. Darüber freut sich auch besonders Weidlings Ortsvorsteher Martin Trat.

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Freuen sich über die Einigung: Ortsvosteher Martin Trat und Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager (v.l.).

Die NÖN berichtete im vergangenen Jahr über die Problematik der Haftungsfrage. Die neuen Bewohner und auch Eigentümer der Wohnungen in der Anlage befürchteten, dass, wenn sich dort jemand verletzt, sie mit Haftungsansprüchen konfrontiert werden würden. Es sollten Gespräche zwischen dem Grundeigentümer, den Wohnungsbesitzern und der Gemeinde Klosterneuburg stattfinden. Auch in Gemeinderatssitzungen wurde die Problematik der sogenannten „Weidlinger Enge“ mehrfach diskutiert.

„Insbesondere Kinder und Schulkinder haben nun erstmals einen sicheren Gehweg abseits der Landesstrasse.“ Stefan Schmuckenschlager, Bürgermeister

Peter Hofbauer sprach damals davon, dass er bereits vor fünf Jahren einen Antrag gestellt habe, sich unverzüglich mit dem Grundbesitzer ins Einvernehmen zu setzen. Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager versuchte, damals zu beruhigen: „Die Gemeinde wird einen Weg finden, denn der Weg ist gemacht, die Stiegen sind gemacht – und jetzt ist nur mehr die rechtliche Frage offen.“ Schmuckenschlager berichtete von Verhandlungsrunden und meinte zuversichtlich: „Es wäre auch sehr blöd, käme es da nicht zu einer Einigung.“

Passage wieder für Öffentlichkeit begehbar

Ein Jahr und mehrere Verhandlungen später ist der Weg nach finaler Abklärung aller Details künftig wieder öffentlich zugänglich.

Darüber freuten sich Bürgermeister Schmuckenschlager und Ortsvorsteher Trat so sehr, dass sie es sich nicht nehmen ließen, das ausgediente Durchgangsverbot-Schild, das beim Passagen-Anfang auf der Löblichgasse hing, eigenhändig zu entfernen. „Insbesondere die Kinder- und Schulkinder haben nun erstmals einen sicheren Gehweg abseits der Landesstraße. Dies erhöht ihre Sicherheit, und so wird es künftig für noch mehr Kinder den Schulweg zu Fuß erleichtern. Somit wird auch eine oftmals kritisierte Bebauung zum Vorteil für die Allgemeinheit“, so Schmuckenschlager.